Landrat: „Ton ist anders geworden“

Schwalm-Eder. Der Ton der CDU sei ein anderer geworden, das überrasche ihn und das helfe nicht weiter, sagt Landrat Winfried Becker.

Er bezieht sich auf die Pressemitteilung von MdB Bernd Siebert und Staatssekretär Mark Weinmeister, in der diese sich gegen die geplante Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen aussprechen. Der Landrat bittet darum, daraus kein parteipolitisches Thema zu machen. „Das bringt uns nicht weiter. Nur gemeinsam können wir die Herausforderung meistern“, sagt Becker.

Es sei klar, dass die Unterbringung in Sporthallen nur stattfinde, wenn es keine andere Möglichkeit für die Erstaufnahme gebe. Der Landkreis suche mit den Städten und Gemeinden unter Hochdruck nach anderen Lösungen.

Alle Zahlen, die im Moment vorliegen, müssten auf den Tisch, fordert die CDU. Dafür brauche es mehr Transparenz vom Land, sagt Becker. „Wir können nur reagieren, wenn wir wissen, woran wir sind.“ Zugleich fordern der Landrat und die 27 Bürgermeister Siebert - der Mitglied im Verteidigungsausschuss der Regierung ist - auf, sich in Berlin massiv für die Unterbringung der Flüchtlinge in den bundeseigenen Liegenschaften und die Öffnung der Bundeswehrstandorte einzusetzen. „Das könnte für eine deutliche Entspannung vor Ort sorgen.“ Es sei nicht nachvollziehbar, warum dies nach der Wiedervereinigung für Spätaussiedler möglich war, für Flüchtlinge jedoch nicht. (may)

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