Jürgen Helm (Homberg) und Martin Schenk (Baunatal) liefen für den guten Zweck

Lange Strecke, gute Sache

Extremlauf vor Alpen-Panorama: Der Gore-Tex-Transalpine-Run, hier ein Bild von der Etappe zwischen Kitzbühel und Neukirchen aus dem Jahr 2010. Archivfoto: Fengler/nh

Homberg. Er wollte für einen guten Zweck 292 Kilometer über die Alpen laufen, doch auf der vierten Etappe verletzte sich der Homberger Jürgen Helm.

Als „Team Nordhessen Speed“ hatte er gemeinsam mit Martin Schenker aus Baunatal an einem Extrem-Rennen teilgenommen. Für die beiden war es die erste Teilnahme am Gore-Tex-Transalpine-Run, der mit 292 Kilometern und 13 730 Höhenmetern als besonders hart gilt. In Ruhpolding (Oberbayern) gestartet, liefen die Teams bis ins nordostitalienische Sexten.

Probleme am Schienbein

Die ersten Etappen liefen gut für die Nordhessen, doch wegen einer Verletzung des Schienbeinmuskels musste Helm dann aufgeben. Martin Schenker schloss das Rennen als Einzelläufer erfolgreich ab.

Es gelang ihm, zum Drittplatzierten der Kategorie „Senior Master“ aufzuschließen. Mit einer Zeit von 37 Stunden und 53 Minuten kam er in Sexten an.

Wegen schlechten Wetters hatte es auf den ersten Etappen zahlreiche Stürze gegeben, berichten die Läufer. So seien von knapp 300 Zweierteams aus 27 Nationen nur 192 Teams gemeinsam ins Ziel gekommen. Ein Teil der höhergelegenen Strecke war verschneit und unüberquerbar. Als Alternative wurde ein 28 Kilometer langer Rundlauf improvisiert.

130 Kilometer pro Woche

Zur Vorbereitung hatten Helm und Schenker ihren wöchentlichen Trainingsumfang auf 130 Kilometer gesteigert. Sie gingen also bestens vorbereitet an den Start. „Leider kann man bei einem so harten Lauf eine Verletzung nie ganz ausschließen“, bilanziert Martin Schenker. Vorbereitet hatten sie sich seit April.

Wichtig war dem Team der soziale Aspekt des Laufes: Über 60 Laufpaten unterstützten das Team, um den Kultur- und Kontaktladen „Bei Kirchens“ im Südstadtzentrum Kassel zu erhalten. Der Laden nimmt intakte Dinge als Spende entgegen, um sie günstig zu verkaufen. Der Gewinn geht dabei an notleidende Menschen.

Durch den Lauf kamen 2000 Euro zusammen. Weitere Unterstützer der Aktion werden gesucht. (red) www.nordhessen-speed.de

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