Die Lasten sind ungleich verteilt

Schwalm-Eder. Die Zahl der Flüchtlinge wird auch im Schwalm-Eder-Kreis weiter steigen. Bald bekomme man 80 bis 100 Menschen pro Woche vom Land zugewiesen, sagte Landrat Winfried Becker.

Zurzeit hat der Kreis in zehn Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen 1550 Menschen untergebracht. Zudem gibt es etwa 120 unbegleitete Minderjährige. Bis zum Jahresende werden es voraussichtlich 2300 Flüchtlinge sein - die Erstaufnahmeeinrichtung in Schwarzenborn, die das Land betreibt, nicht mitgerechnet.

Kritisch merkte Becker in der Kreistagssitzung in Fritzlar an, dass es bei der Verteilung der Flüchtlinge ein starkes Ungleichgewicht gebe. In zehn Kommunen seien keine oder nur sehr wenige Hilfesuchende untergebracht. Die Hauptlast trügen Homberg, Schwarzenborn und Schwalmstadt. Der Landrat mahnte eine bessere Verteilung an, denn es gehe ja nicht nur um die Unterbringung, sondern auch beispielsweise um den Kindergarten- und Schulbesuch.

Laut Becker hat der Kreis eine neue Stelle geschaffen. Dieser „Kümmerer“, wie er ihn nannte, soll die ehrenamtlichen Helfer unterstützen und als Ansprechpartner für die Kommunen tätig sein.

Außerdem setze der Kreis neun Orientierungshelfer ein. Es handele sich um ausgebildete pädagogische Fachkräfte.

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