Bald gibt es eine Urkunde

Lebenswerte Stadt: Homberg wird in Cittaslow-Vereinigung aufgenommen

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Geschafft: Homberg wurde in den Kreis der Cittaslow-Städte aufgenommen, das freut Projektkoordinatorin Helene Pankratz. Die Städte haben sich der Nachhaltigkeit und Verbesserung der Lebensqualität verpflichtet.

Das Ziel ist erreicht: Homberg wird in den Cittaslow-Kreis aufgenommen. Dahinter verbirgt sich die „Internationale Vereinigung der lebenswerten Städte in Deutschland“.

Welche Stadt möchte nicht von sich behaupten, lebenswert zu sein und immer lebenswerter zu werden? Wenn die Homberger das jetzt sagen, dann ist es nicht nur eine Floskel. Denn: Die Stadt wird das schon bald mit einer Urkunde nachweisen können. 

Denn nach der langen und auch komplizierten Bewerbungsphase – läuft seit 2017 – steht jetzt fest: Homberg wird in den Cittaslow-Kreis aufgenommen. Dahinter verbirgt sich die „Internationale Vereinigung der lebenswerten Städte in Deutschland“.

Mehr als eine Auszeichnung

Für Homberg ist das weit mehr als eine reine Auszeichnung. „Wir profitieren vom Austausch mit den anderen Citttaslow-Städten“, sagt Projektkoordinatorin Helene Pankratz. 21 gibt es derzeit. Alle seien darauf aus, „den individuellen Charakter ihrer Orte zu bewahren“. 

Das ist der Gruppengedanke von Cittaslow. Diesen in einer Welt umzusetzen. die immer globaler wird, ist ein Kraftakt. In Homberg wurden schon während und für die der Bewerbungsphase vier Arbeitskreise gegründet, die auch schon aktiv sind und einiges erreicht haben:

Umweltpolitik: Die Entwicklung des Klimakonzeptes für Homberg.

Stadtstruktur und Stadtentwicklung:Unter anderem die Zukunftswerkstatt am Marktplatz und die Beratung von Privatleuten bei der Sanierung von Fachwerkhäusern und somit gegen Leerstand zu kämpfen.

Regionaltypische Produkte und Märkte:Dazu zählte in den vergangenen Monaten etwa die Reaktivierung des Wochenmarktes und die erfolgreiche Entwicklung des Netzwerks „Homeberger“.

Gastfreundschaft und Gastgewerbe: Charity-Kochevent in der Stadthalle, Gründung eines Gastronomen-Netzwerks und die Nutzung des Gasthauses zur Krone – ältestes Gasthaus Nordhessens.

Lebensqualität nachhaltig entwickeln

„Wir wollen die Lebensqualität in Homberg weiter nachhaltig entwickeln“, sagt Pankratz. Mit dem Erreichen des ersten Ziels – der Aufnahme – sei man aber längst noch nicht angekommen. „Alle vier Jahre werden wir überprüft, ob unsere Vorhaben auch langfristig Bestand haben.“ Also: Ob die Sache mit der Nachhaltigkeit in Homberg nachhaltig gelebt wird.

Auch wenn es bei Cittaslow darum geht, die Städte – mit Bedacht, mit positiver Langsamkeit und nicht im Eiltempo – zu unterstützen, so ist es doch kein Förderprogramm: Es fließt kein Geld in die Stadtkasse. Im Gegenteil: Die Städte zahlen einen Beitrag von je 1600 Euro im Jahr (plus 600 Euro für die Aufnahme). „Aber: Durch den Austausch profitieren wir“, so Pankratz.

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