Über 3000 Menschen angesprochen

Stars sind gerührt: Zehnjähriger sammelt über 3000 Euro für Kinderhospiz

+
In Aktion: Colin Rimbach an seinem Spendenstand. Mit dem Geld unterstützt er den Kinderhospizverein. Mitarbeiter des Vereins begleiten Familien, die die Diagnose von einer tödlichen Erkrankung ihres Kindes erhalten haben.

Remsfeld/Homberg. Er hat einen Comedian zu Tränen gerührt und noch weit mehr als das erreicht.

Der zehnjährige Colin Rimbach hat es seinem Vorbild, dem Comedian Paul Panzer, nachgemacht und eine Spendenaktion für den Deutschen Kinderhospizverein gestartet.

In den vergangenen Monaten hat Colin, der in Remsfeld zur Schule geht, über 3000 Menschen angesprochen, Firmen um Spenden gebeten, über 50 Kilogramm Badewannenentchen verkauft und 3333 Euro gespendet. Das Engagement des Jungen hat jetzt Paul Panzer so sehr gerührt, dass dieser Colin schrieb: „Ich bin stolz, aber mehr noch, ich könnte heulen vor Freude über so viel Herz, Wärme und Menschlichkeit. Dein Einsatz ist so wundervoll, du bist wahrhaft ein echtes Vorbild. Danke!“ Außerdem hat der Comedian, der eigentlich Dieter Tapert heißt, Colin zu einem Auftritt und einem Treffen eingeladen. „Das war toll“, sagt Colin. Denn der Comedian sei auch hinter der Bühne ein ganz netter Mensch.

Nicht nur Paul Panzer, auch zahlreiche andere Stars zeigten sich begeistert von Colins Engagement. So unterstützen Sänger Adel Tawil, Wildecker Herzbube Wilfried Gliem und Nationalspieler Shkodran Mustafi seine Aktion. Und auf der Facebook-Seite seiner Mutter Daniela Rimbach haben mittlerweile über 5600 Menschen Colin ihren Dank und Respekt ausgesprochen.

Dabei hatte es Colin nicht immer leicht, verrät er im HNA-Gespräch. Denn während seine Freunde sich zum Spielen verabredeten, stand er an seinem Spendenstand und bat um Unterstützung. „Nach einem Tag am Spendenstand war ich abends völlig platt“, sagt Colin. Manchmal sei es auch nicht schön gewesen. „Es gab Erwachsene, die unfreundlich waren und seine Spendenaktion kritisierten“, sagt Mutter Daniela Rimbach. Doch viel größer als der Ärger darüber ist die Freude, dass so viel Geld zusammengekommen ist. „Die meisten Menschen haben mir geholfen. Mein bester Kumpel hat sogar vier Enten gekauft“, sagt Colin. Überhaupt hätten seine Klassenkameraden seine Aktion „richtig cool“ gefunden. Auch sonst sei er gut unterstützt worden. Von seinen Eltern, Markus und Daniela Rimbach, und von Geschäftsleuten, bei denen er seinen Stand aufbauen durfte.

Zum Beispiel in den Edeka-Märkten in Homberg und Remsfeld. Schon vor dem eigentlichen Spendensammeln hatte Colin viel zu tun. Er nahm Kontakt mit dem Kinderhospizverein auf, der ihm ein Empfehlungsschreiben schickte und auch mit dem Ordnungsamt mussten Gespräche geführt werden. „Das war ganz schön stressig“, sagt Colin. Doch habe sich der Einsatz gelohnt. „Das Gefühl war schöner als ein Urlaub“, sagt Colin. Er habe jedenfalls geweint vor Glück.

Spendenaktion: Colin macht Stars stolz

Das Geld an den Hospizverein hat Colin übergeben. Ob er in den Ferien wieder eine Spendenaktion startet, steht noch nicht fest. Jetzt stehe wieder die Schule an erster Stelle. Denn Colin möchte mal Lehrer werden - oder Komiker, wie Paul Panzer.

Von Maya Yüce

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.