Kurs für Schüler der KHS Fritzlar

Malteser bilden Integrationslotsen aus

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Spürbar begeistert: 19 KHS-Schüler mit Lehrerin Franziska Kais (rechts), Lehrer Martin Volkmann (hinten, 5. von rechts) und Marcel Matheis von den Maltesern Nordhessen (hinten, 6. von rechts).  

Fritzlar. 19 Schüler der Fritzlarer König-Heinrich-Schule besuchten einen Kurs der Malteser zum Integrationslotsen und wollen künftig jungen Flüchtlingen helfen.

Ein Jahr vor dem Abitur: Die Schüler der König-Heinrich-Schule (KHS) Fritzlar haben viel zu büffeln. Trotzdem wollen sie ihre Freizeit nutzen, um geflüchtete Kinder und Jugendliche in Fritzlar zu unterstützen.

Beim Integrationslotsen-Kurs der Malteser Nordhessen haben sie nun das nötige Handwerkszeug bekommen, um Projekte für geflüchtete Schulkinder anzubieten. Lehrerin Franziska Kais, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Martin Volkmann die Schüler begleitet, ist stolz auf deren Engagement.

„Als Europaschule bieten wir den Schülern ein von interkultureller Offenheit geprägtes Bildungsangebot“, erklärt sie. Das Schulmotto laute: Verantwortung übernehmen, etwas leisten, sich wohlfühlen. Indem sich die Schüler in ihrer Freizeit sozial engagierten, erfüllten sie diesen Anspruch mit Leben, sagt Kais.

Marcel Matheis, Koordinator der Integrationslotsen bei den Maltesern Nordhessen, machte die jungen Leute mit den Grundsätzen im Umgang mit geflüchteten Menschen vertraut und beantwortete viele Fragen. Er betont: „Junge Flüchtlingshelfer sind oft besonders engagiert und wollen aktiv die Welt verändern. Deshalb ist es wichtig, dass wir sie dabei begleiten.“

Genügend Ideen

Ideen für Projekte, die gemeinsam mit geflüchteten Jugendlichen aus Fritzlar umgesetzt werden können, gibt es bereits: • Sprachförderung, • ein gemeinsamer documenta-Besuch, • eine Fahrradwerkstatt. • der gemeinschaftliche Bau einer Begegnungsstätte aus Euro-Paletten nahe der KHS.

„Im zweiten Schritt planen wir nun Termine für regelmäßige Treffen“, berichtet Franziska Kais. Gar nicht einfach, da die Schüler unterschiedliche Stundenpläne haben und bis zum Nachmittag in Unterricht eingebunden sind.

Die Malteser Nordhessen und die KHS verbindet seit vielen Jahren der Schulsanitätsdienst. Eine enge und erfolgreiche Kooperation, die nun fortgesetzt wird. Nach dem positiven Integrationslotsen-Kurs sollen demnächst weitere Jahrgangsstufen folgen.

Man habe bewusst den Kurs für die Qualifkationsstufe 1 angeboten, gewissermaßen als Pilotprojekt, sagt Lehrerin Franziska Kais. Denn viele der Schüler seien bereits in der Schule-ohne-Rassismus-AG und wollten ihr Wissen vertiefen und anwenden.

Aber auch viele jüngere Schülerinnen und Schüler möchten sich laut Kais für geflüchtete Menschen engagieren oder tun es bereits im privaten Umfeld. Das solle gemeinsam mit den Maltesern unterstützt werden.

Gewinn für alle

Derzeit stimmen sich die Malteser Nordhessen und die KHS Fritzlar mit Schulen und Einrichtungen ab, die geflüchtete Kinder und Jugendliche betreuen, um gemeinschaftliche Hilfsprojekte umzusetzen.

Marcel Matheis ist überzeugt: „Wenn Schüler ihre eigenen Projektideen umsetzen, um sich in Fritzlar sozial zu engagieren, ist das nicht nur ein Gewinn für geflüchtete Schulkinder, sondern für uns alle!“ (ula)

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