Mann war alkoholisiert

Während der Zugfahrt: Maskenverweigerer rastet aus und geht auf Polizisten los

Zwei Polizisten stehen auf einem Gleis. Reisende laufen an ihnen vorbei.
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Symbolbild: Ein Mann hat Polizisten attackiert.

Während einer Zugfahrt weigert sich ein betrunkener Fahrgast eine Corona-Maske aufzusetzen. Als ein Polizist eingreift, eskaliert die Situation.

Wabern/Fritzlar – Ein Maskenverweigerer hat in einem Zug einen Polizisten attackiert. Der 38-Jährige war am Mittwochabend gegen 19 Uhr in der Regionalbahn von Kassel in Richtung Frankfurt unterwegs, als einer Zugbegleiterin auffiel, dass der Fahrgast keinen Mund-Nasen-Schutz trug.

Die Frau forderte den Mann mehrfach auf, sich eine Maske aufzuziehen und somit dem Infektionsschutz nachzukommen. Als der wohnsitzlose Russe sich beharrlich weigerte, den Aufforderungen nachzukommen, forderte die Bahnmitarbeiterin ihn auf, den Zug am Bahnhof in Wabern zu verlassen.

Schwalm-Eder-Kreis: Mann hält sich nicht an Corona-Infektionsschutz und rastet aus

Auch damit war der Maskenverweigerer nicht einverstanden und wurde gegenüber der Frau immer aggressiver, erklärt Bernd Kraus, Pressesprecher der Bundespolizei. Das Verhalten des Maskenverweigerers entging einem Polizeibeamten vom Revier Ost in Kassel nicht. Er befand sich auf der Heimfahrt in der Bahn und kam der Zugbegleiterin zu Hilfe. Dabei eskalierte die Situation: Unvermittelt griff der 38-Jährige den Polizisten an. Dieser habe sich nur durch den Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock schützen und die Attacken abwehren können.

Um weitere Angriffe zu verhindern, musste der alkoholisierte Mann gefesselt werden, so die Polizei weiter. Der Randalierer erlitt dabei leichte Verletzungen. Zur Behandlung wurde er vorübergehend in das Krankenhaus nach Fritzlar gebracht. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,2 Promille. Wegen des Angriffs auf den Polizeibeamten hat die Bundespolizeiinspektion Kassel nun ein Strafverfahren eingeleitet.

Corona im Schwalm-Eder-Kreis: Beamte haben es häufiger mit Maskenverweigerern zu tun

Auch wenn sich die überwiegende Mehrheit der Menschen an die Maskenpflicht halte, habe es die Bundespolizei immer wieder auch mit Maskenverweigerern zu tun. „Viel häufiger aber mit Menschen, die ihre Maske nicht ordnungsgemäß aufsetzten. Der Klassiker ist das Tragen unterhalb der Nase“, erklärt Kraus. Ein solch aggressives Verhalten sei jedoch die Ausnahme.

Diese Erfahrung teilt auch Markus Brettschneider, Sprecher der Polizeidirektion des Schwalm-Eder-Kreises in Homberg. „Wir kontrollieren häufig das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes und hatten bislang keine größeren Auseinandersetzungen“, sagt er. Brettschneider räumt zugleich aber ein, dass es durchaus zu Pöbeleien komme. Etwa, wenn Maskenverweigerer zum Beispiel beim Einkaufen auf das Fehlen des Mund-Nasen-Schutzes aufmerksam gemacht würden. (Maja Yüce)

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