Bodenmanagement hat Werte ermittelt

Mieten im Schwalm-Eder-Kreis sanken nur leicht

Schwalm-Eder. Die Mietpreise sind im Schwalm-Eder-Kreis im vergangenen Jahr leicht gesunken. Sie liegen derzeit bei durchschnittlich 4,15 Euro pro Quadratmeter.

Das hat das Amt für Bodenmanagement ermittelt. Aus Daten, die der Homberger Behörde vorgelegt werden, ist dieser Wert ermittelt worden. Ein eigens entwickelter Mietpreiskalkulator (Mika) wird dafür eingesetzt. Im Zeitraum 2013/2014 lagen die Mieten durchschnittlich bei 4,25 Euro pro Quadratmeter.

„Wir bekommen alle Kaufverträge auf den Tisch und schreiben die Käufer an, wie groß und wie alt die Immobilie ist und welche Miete möglicherweise erhoben wird“, sagt Günther Kirchhoff, der den Fachbereich für die Immobilienwert-Ermittlung beim Amt für Bodenmanagement leitet. Auch Daten zur Lage und zur Ausstattung würden abgefragt. Allerdings: Die Angaben sind freiwillig. Es könne durchaus sein, dass man die hochpreisigen Objekte nicht alle erfasse. Bei neueren Immobilien in guter Lage könne der Preis auch deutlich höher liegen.

Ein Faktor, der die Höhe der Miete beeinflusst, ist die Nähe zu Kassel. Hier profitiert beispielsweise die Stadt Fritzlar, für die ein durchschnittlicher Wert von 4,40 Euro pro Quadratmeter ermittelt worden ist. Dort werden aber auch noch weitaus höhere Preise erhoben. Genauso teuer ist das Wohnen aber auch in Treysa.

Die Untersuchung der Wohnraummieten durch die Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse basiere auf einem anerkannten, mathematisch-statistischen Verfahren, der so genannten Regressionsanalyse. Mit Hilfe des Mietwertkalkulators 2015/16 und wenigen Angaben wie Lage, Baujahr, Ausstattung sowie Wohnfläche könne schnell und einfach eine durchschnittliche Wohnraummiete ermittelt werden.

„Wir bekommen alle Kaufverträge auf den Tisch und schreiben die Käufer an, wie groß und wie alt die Immobilie ist und welche Miete möglicherweise erhoben wird.“

Das Ergebnis sei nicht als Mietspiegel zu verstehen. Vielmehr solle es den unterschiedlichen Interessengruppen wie Mieter, Vermieter, Immobilienmakler und Kreditinstitute als Orientierungshilfe für die Ermittlung einer durchschnittlichen Nettokaltmiete dienen. Grundlage der jüngsten Untersuchung waren 1439 Datensätze.

Mika für zu Hause 

Wer genauere Informationen wünscht, kann eine schriftliche Mietwertauskunft bei der Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse anfordern. Sie kostet 20 Euro. Man kann jedoch auch das Programm Mika für 50 Euro kaufen und bis Ende 2016 beliebig viele Berechnungen vornehmen. Ab 2017 gibt es dann eine neue Version mit aktuellen Datensätzen.

Weitere Informationen: Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte: Waßmuthshäuser Straße 54, 34576 Homberg, Tel. 05681/7704-2165, Fax: 05681 7704-2101, gutachterausschuss.schwalm-eder@hvbg.hessen.de

Rubriklistenbild: © dpa

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