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Mit Gesellenbrief in eine gesicherte Zukunft

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Gruppenbild: Tischler, Ausbilder und Prüfer auf der Treppe
Tischler, Ausbilder und Prüfer (In den Reihen von links nach rechts): Felix Nußbaum, Mike Heller, Moritz Rzeppa, Florin Feyk, Isabel Siebert, Silas Wagener, Sebastian Weinberg, Lena Mikesch (Berufsschullehrerin), Elias Thieme, Ralf Morsch (stellvertretender Obermeister), Finn Brinner, Matthias Rower (Berufsschullehrer), Frank Lindekamm (Fachlehrer Holz) und Frank Theis (Vorsitzender des Prüfungsausschusses. © Lutz Herzog

Um ihre berufliche Zukunft müssen sich die neun frisch gebackenen Tischlergesellen wohl keine Sorgen machen – Handwerk ist gefragt, und gute Möbel werden immer ihre Kunden finden.

Drei Jahre haben die Lehrlinge in der Berufsschule Reichspräsident Friedrich-Ebert in Homberg die Schulbank gedrückt, bevor sie bei einer Feier in den Räumlichkeiten der örtlichen Sparkassen aus der Hand des Prüfungsausschussvorsitzenden Frank Theis ihre Gesellenbriefe erhielten. Rund 60 Gäste hatten sich eingefunden, darunter viele Familienangehörige.

Für die einzige Gesellin in der Männerrunde, Isabel Siebert (28) aus Niedervorschütz, stand der Berufswunsch zunächst nicht im Vordergrund. Im Rahmen ihres Studiums zur Produktdesignerin absolvierte sie ein Praktikum in einer Schreinerei. „Da habe ich für mich festgestellt, dass ich doch mehr der praktisch veranlagte Typ bin“, erklärte sie den Wechsel vom Studium zur Lehre. „Im Laufe des Praktikums wusste ich: Ich möchte Schreinerin werden, und habe es nicht bereut.“

Von den Abschlussergebnissen zeigte sich Frank Theis beeindruckt. „Sie haben die Herausforderungen, die dieser abwechslungsreiche Beruf mit sich bringt, hervorragend gemeistert“, sagte Theis, und erinnerte sich: „Vor 30 Jahren stand ich an ihrer Stelle vor meinem Ausschuss, und ich habe es bis heute nie bereut, diesen Beruf ergriffen zu haben. Das Gleiche wünsche ich Ihnen auch.“

Drei Mal konnte der Ausschuss die Prüfungsnote „Eins“ vergeben. Mit 94,5 von 100 Punkten erreichte Moritz Rzeppa das beste Ergebnis, gefolgt von Finn Brinner (91) und Silas Wagener (90,2). In der gleichen Reihenfolge erhielten die Tischler auch einen Preis für das beste Gesellenstück. Gewinner des Sonderpreises „Gute Form“ wurde Finn Brinner, der mit einem Wandboard die Jury überzeugen konnte.

Einige der prämierten Arbeiten der jungen Tischlergesellen werden für Besucher in den Räumen der Sparkasse Kasseler Straße 1, weiterhin zu sehen sein. plu

Finn Brinner (erhielt den Sonderpreis für „Gute Form“) vor seinem Wandboard
Sonderpreis für „Gute Form“: Finn Brinner brauchte rund 100 Stunden, um dieses Wandboard anzufertigen. © Lutz Herzog

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