Modelldörfer stehen fest

Projekt „Lebens.Mittel.Punkte“: Milch und Butter vor Ort abholen

Trafen sich in Kirchberg: von links Hartmut Spogat, Bürgermeister Fritzlar, Paul Eimer, Ortsvorsteher Ungedanken, Caspar Schumacher, Student, Johannes Schwarz, Ortsvorsteher Oelshausen, Rüdiger Germeroth, Bürgermeister Zierenberg, Beate Quade, stellv. Ortsvorsteherin Obervorschütz, Klaus-Dieter Otto, Magistrat Gudensberg, Hartmut Linnekugel, Bürgermeister Volkmarsen, Axel Götte, Ortsvorsteher Niederelsungen, Ribana Bergmann, Projektleiterin, Reinhard Schaake, Bürgermeister Wolfhagen, Stefan Frankfurth, Bürgermeister Bad Emstal, Frank Grunewald, Bürgermeister Niedenstein und Manuela Pötschke, Ortsvorsteherin Kirchberg.
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Trafen sich in Kirchberg: von links Hartmut Spogat, Bürgermeister Fritzlar, Paul Eimer, Ortsvorsteher Ungedanken, Caspar Schumacher, Student, Johannes Schwarz, Ortsvorsteher Oelshausen, Rüdiger Germeroth, Bürgermeister Zierenberg, Beate Quade, stellv. Ortsvorsteherin Obervorschütz, Klaus-Dieter Otto, Magistrat Gudensberg, Hartmut Linnekugel, Bürgermeister Volkmarsen, Axel Götte, Ortsvorsteher Niederelsungen, Ribana Bergmann, Projektleiterin, Reinhard Schaake, Bürgermeister Wolfhagen, Stefan Frankfurth, Bürgermeister Bad Emstal, Frank Grunewald, Bürgermeister Niedenstein und Manuela Pötschke, Ortsvorsteherin Kirchberg.

Das Projekt „Lebens.Mittel.Punkte“ zielt darauf ab, die Nahversorgung auf dem Land zu verbessern. Sieben Modelldörfer, drei davon im Schwalm-Eder-Kreis, wurden dafür ausgewählt.

Der nächste Schritt ist getan. Das Projekt „Lebens.Mittel.Punkte“ wird konkreter. Es zielt darauf ab, die Nahversorgung auf dem Land zu verbessern. Sieben Modelldörfer in den Landkreisen Schwalm-Eder, Kassel und Waldeck-Frankenberg hat der Verein Region Kassel-Land, der das Projekt begleitet, dafür ausgewählt.

Projekt „Lebens.Mittel.Punkte“: Die Modelldörfer

Bei einem Treffen mit den dazugehörigen Bürgermeistern und Ortsvorstehern wurden die Modelldörfer am Montag vorgestellt. Sie haben laut Projektleiterin Ribana Bergmann zwischen 300 und 1200 Einwohner. Der Fritzlarer Stadtteil Ungedanken wurde für das Projekt ausgewählt, weil die dort lebenden Menschen innerhalb des einbezogenen Bereichs den weitesten Weg zu einem Vollversorger haben. Der Niedensteiner Stadtteil Kirchberg gehört dazu, da dort zum einen noch eine traditionelle Dorfstruktur existiert. Das heißt, es gibt zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe, zum anderen verfügt der Ort über ein Gewerbegebiet.

Obervorschütz, Stadtteil von Gudensberg, ist von der Einwohnerzahl her das größte der Modelldörfer. Im Unterschied zu den anderen Orten gibt es dort deshalb eine Grundschule. Riede, Ortsteil von Bad Emstal, hat der Verein Region Kassel-Land laut Bergmann in das Projekt aufgenommen, weil es dort viel bürgerliches Engagement gibt. Außerdem ist die Entfernung zum nächsten Vollversorger groß.

Projekt „Lebens.Mittel.Punkte“: Sieben Modelldörfer in drei Landkreisen

Im Wolfhager Stadtteil Niederelsungen kann sich Bergmann gut vorstellen, dass ein „Lebens.Mittel.Punkt“ – Abholstation im Dorfkern und Begegnungsort – eine „große Strahlkraft“ hätte. Oelshausen, Stadtteil von Zierenberg, wurde ausgewählt, da dort ein ehemaliger Dorfladen leer steht und es unter anderem eine gute Verkehrsanbindung gibt. Das kleinste der Modelldörfer ist Lütersheim, ein Ortsteil der Stadt Volkmarsen, mit „wenig Versorgungsinfrastruktur“, so Bergmann.

Die Modelldörfer wurden vom Verein Region Kassel-Land gerade wegen ihrer unterschiedlichen Beschaffenheit hinsichtlich Demografie, Lage, Infrastruktur und Anbindung auserkoren.

Projekt „Lebens.Mittel.Punkte“: Die Machbarkeitsstudie

Als Nächstes werden die Bewohner der Modelldörfer in das Projekt „Lebens.Mittel.Punkte“ miteinbezogen. Sie sollen ab Mitte Juli einen Fragebogen ausfüllen und so die Grundlage für eine Machbarkeitsstudie des Vereins Region Kassel-Land schaffen. Wie ist die gegenwärtige Lage? Was wünschen sich die Bürger für die Zukunft?

Der jeweilige Ortsbeirat wird sich größtenteils um die Zustellung der Fragebögen kümmern. Das erhöhe die Akzeptanz. Außerdem, so Paul Eimer, Ortsvorsteher von Ungedanken, kommt so sicher das ein oder andre persönliche Gespräch zustande. Ziel sei, so viele ausgefüllte Fragebögen wie möglich zurückzubekommen, damit das Projekt ein Erfolg wird.

Projekt „Lebens.Mittel.Punkte“: Bürger bringen sich ein

Die ausgefüllten Fragebögen werden laut Bachelor-Student Caspar Schumacher, der sie entwickelt hat, mit Unterstützung der Universität Kassel ausgewertet. Danach organisiert der Verein Region Kassel-Land in den einzelnen Modelldörfern Workshops, die auf die Ergebnisse der Bürgerbefragung aufbauen.

Direktvermarkter, der örtliche Lebensmitteleinzelhandel und dessen E-Commerce-Situation (Internethandel) sollen ebenfalls in die Entwicklung eines Konzepts für eine bessere, dezentrale Nahversorgung auf dem Lande einbezogen werden.

Auch bei der Wahl der „Lebens.Mittel.Punkte“, an denen online oder telefonisch bestellte Waren des stationären Lebensmitteleinzelhandels und von lokalen Erzeugern für die Dorfbewohner bereitgestellt werden, sollen die Bürger mitbestimmen. 2022 wird dann entschieden, ob die erarbeitete Machbarkeitsstudie gefördert und umgesetzt wird. (Christina Zapf)

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