An der Mühle floss der Saft: 4. Apfelfest der Berufshilfe Hephata

Experten im Einsatz: Beim Pflanzen immer das Grüne nach oben. Darauf achteten Michael Kann, Gustl Jacobi, Bernd Heßler, Christel Heßler, Winfried Becker, Ulrike Otto und Sascha Krone beim Pflanzen der Stieleiche auf dem Hof in Gombeth. Foto: Zerhau

Gombeth. Viele Jahre lang stand die alte Mühle im Borkener Stadtteil leer und war verwaist. Doch vor fünf Jahren wurden dem alten Gebäude und den benachbarten Bauten Leben eingehaucht.

Seit 2009 ist dort das Bildungszentrum für nachhaltige Entwicklung der Berufshilfe Hephata in Kooperation mit dem Jobcenter Schwalm-Eder beheimatet, um benachteiligte Menschen fit für den Arbeitsmarkt zu machen.

Das Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds (Programm „Xenos - Integration und Vielfalt“) und durch das Arbeitsministerium gefördert und läuft zum Ende des Jahres aus. Zur Erinnerung an das Projekt wurde daher jetzt auf dem Hof der Alten Mühle eine Stieleiche gepflanzt.

20 arbeiten im Projekt 

Wie Projektleiterin Ulrike Otto erläuterte, sind zurzeit 20 Männer und Frauen in dem Projekt tätig, sie arbeiten in den Bereichen Maler/Lackierer, Garten- und Landschaftsbau, Holz und Metall sowie Hauswirtschaft qualifiziert werden.

Das Hauptproblem sei die soziale Integration, da fast alle am Projekt beteiligten Menschen seit vielen Jahren arbeitslos seien. Besonders wichtig sei die Steigerung des Selbstwertgefühls. Dazu versuche man, die Männer und Frauen im Alter von 18 bis 55 Jahren für ein Ehrenamt zu gewinnen.

Am Wochenende präsentierte sich die Berufshilfe in der Alten Mühle in Gombeth und hatte zum Tag der Offenen Tür und zum Apfelfest eingeladen. Im Mittelpunkt stand die Landwirtschaft im Herbst, das Ernten und Keltern von Äpfeln.

Äpfel aus der Region 

Im Bereich rund um Gombeth waren zuvor Äpfel gesammelt worden, die auf dem Mühlengelände zu Saft verarbeitet und den Gästen beim Tag der offenen Tür angeboten wurden.

Die neue Streuobstinitiative der Naturlandstiftung Schwalm-Eder, bei der Saft von Äpfeln aus der Region vom Gudensberger Saftmobil verarbeitet werden und an Schulen, Kindergärten und anderen öffentlichen Einrichtungen abgegeben werden, wurden bisher 4095 Liter Saft gepresst.

Abgefüllt wurde der Saft in 819 Boxen à fünf Liter, wie Naturlandstiftungs-Vorsitzender Winfried Becker erläuterte.

Von Peter Zerhau

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