Unter Auflagen ist Öffnung erlaubt

Nach Corona-Pause: Zirkus Busch in Fritzlar darf wieder öffnen

Nach Corona-Pause: Zirkus Busch in Fritzlar darf wieder öffnen
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Nach Corona-Pause: Zirkus Busch in Fritzlar darf wieder öffnen

Über Wochen durfte der Zirkus Busch, der in Fritzlar stationiert ist, nicht öffnen. Nun ist es - mit Auflagen - wieder möglich. Am vergangenen Wochenende war es so weit. 

Es duftet wieder nach frischem Popcorn in der Zelt- und Wagenstadt am Fritzlarer Pferdemarktplatz. Vorbei die Zeit des Dornröschenschlafs, im Circus Paul Busch ist wieder Leben eingekehrt. Endlich. Nach Wochen des totalen Stillstands haben es die aktuellen Corona-Lockerungen nun möglich gemacht, wieder Besucher im und rund um das rot-weiße Zelt begrüßen zu dürfen.

Nach Corona-Pause: Zirkus Busch in Fritzlar darf wieder öffnen

Clown Bruno übernimmt die Aufgabe am Samstag voller Freude, macht gleich am Eingang seine Späßchen und pumpt nicht nur ordentlich Luft in seine Ballons, sondern damit auch jede Menge Farbe in die Zirkuswelt. „Es wurde auch wirklich Zeit“, sagt er und bräuchte das mit Schminke aufgemalte Lachen eigentlich nicht, um mit der Nachmittagssonne um die Wette zu strahlen. Und doch übt er sich für einen Clown in ungewohnter Zurückhaltung. „Ich muss halt aufpassen, dass ich alle Regeln einhalte“, sagt er und zeigt seine Luftpumpe, die er sonst nicht benötigt. „Ohne Corona würde ich die Ballons mit dem Mund aufpusten, doch aktuell dürfte ich sie dann nicht mehr verschenken, und das wäre ja irgendwie komisch.“

Auf dem Weg ins Zelt zieht Karlito Frank, der sich unter Brunos Kostüm verbirgt, wie gefordert einen Mundschutz über und signalisiert seinem Vater Henry mit einem kurzen „Daumen hoch“, dass alles läuft.

Henry Frank hat das ganze Areal im Blick, wie es sich für einen Zirkusdirektor gehört. Er ist froh, dass der Zirkusmotor nun zumindest langsam wieder anläuft, von Normalbetrieb sei man allerdings noch ganz weit entfernt, sagt er und berichtet von einer schlechten Nachricht, mit der er in den Tag starten musste. Grund dafür: „Das Ordnungsamt hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass wir noch viel weniger Menschen ins Zelt lassen dürfen als gedacht“, bedauert er. Und er zeigt zugleich Verständnis, weiß er schließlich genau: „Je mehr Menschen sich an die Regeln halten, desto schneller kehren wir zur Normalität zurück und können endlich unseren Reisebetrieb wieder aufnehmen.“

Kleine Attraktion: Kameldame Suleika mit ihrem Nachwuchs.

Bis dahin finden im Zelt nur kleine Nummern für ein noch kleineres Publikum statt, doch das scheint die Besucher nicht zu stören, die den Ausflug in die Zirkuswelt sichtlich genießen. „Es ist so toll hier“, schwärmt etwa die fünfjährige Lina Aubel, die mit Oma Erika Zarrath aus Trockenerfurth in die Ederauen gekommen ist, und gar nicht genug kriegen kann von Lamas, Pferden und Co. „Ich habe zum ersten Mal Kamele gesehen“, schwärmt das Mädchen, während sie genüsslich vom frischen Popcorn nascht, dessen Duft ab sofort wieder durch die Zelt- und Wagenstadt am Fritzlarer Pferdemarktplatz zieht.

Der Circus Paul Busch öffnet seine Pforten in Fritzlar immer samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr, in den Sommerferien dann täglich von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen. Maskenpflicht außerhalb des Zeltes besteht nicht. circus-paul-busch.de

Corona in Fritzlar: Einen Podcast zum Thema Coronaphobie hat der gebürtige Fritzlarer Marcel Schmidt in Zusammenarbeit mit einem Psychologen entwickelt.

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