Neuer Landrat muss innerhalb von vier Monaten gewählt werden

Nach Tod von Neupärtl: Enge Fristen für Landratswahl

Frank-Martin Neupärtl

Schwalm-Eder. Nach dem Tod von Frank-Martin Neupärtl muss nun ein Nachfolger gesucht werden. Innerhalb von vier Monaten muss ein neuer Landrat gewählt werden.

Die Trauer um den Tod von Landrat Frank-Martin Neupärtl ist noch allgegenwärtig, der Blick muss aber trotzdem nach vorne gerichtet werden, denn die geltenden Fristen für die Wahl eines Nachfolgers lassen wenig Spielraum.

Nach der Landkreisordnung müsse bei unvorhersehbaren Ereignissen wie dem Tod des Amtsinhabers innerhalb von vier Monaten ein Nachfolger gewählt werden, erklärte Kreiswahlleiter Jochen Dörrbecker gegenüber der HNA.

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Um alle Fristen für die Bekanntmachung einhalten zukönnen, sei das späteste Datum für eine Direktwahl der 29. März. Unmittelbar danach sind Osterferien. Über den Termin entscheidet der Kreistag. Das Parlament wird sich voraussichtlich noch vor Weihnachten (möglicherweise am 22. Dezember) zu einer außerordentlichen Sitzung treffen.

Aktualisiert um 16.46 Uhr

Potenzielle Kandidaten könnten nach diesem Zeitplan bis zum 22. Januar eine Bewerbung abgeben. Bisher werden die Amtsgeschäfte vom Ersten Kreisbeigeordneten Winfried Becker (SPD) geführt, der Landrat Frank-Martin Neupärtl auch während seiner langen Erkrankung vertreten hatte. Ob sich Becker selbst bewerben wird, ließ er im Gespräch mit der HNA offen. Er verwies auf das parteiinterne Nominierungsverfahren des SPD-Unterbezirks.

Der SPD-Unterbezirksvorsitzende Dr. Edgar Franke erklärte, noch in dieser Woche werde der Bezirksvorstand über das weitere Verfahren beraten. Es werde auf jeden Fall mehr als einen Kandidaten geben, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Bernd Siebert. Entweder werde seine Partei einen eigenen Bewerber nominieren oder gemeinsam mit anderen Fraktionen. Bei der Wahl von Frank-Martin Neupärtl im Mai hatte die CDU keinen Kandidaten aufgestellt.

Von Heinz Rohde

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