Laut Hessen Mobil sind Probleme "nicht so gravierend"

Nach Zählung wird kein weiterer Kreisel in Gudensberg gebaut

Engstelle und Gudensberg: Zwischen dem Kreisel an der Hospitalskapelle und der VR-Bank kommt es immer wieder zu Verkehrsproblemen. ArchivFoto: Stadt Gudensberg

Es ist viel los in Gudensberg – auch auf den Straßen. Dass viele Verkehrsteilnehmer die Stadt ansteuern, ist zwar einerseits gut, weil Menschen nach Gudensberg kommen, andererseits sorgt der gestiegene Verkehr aber auch für Belastungen.

Und das vor allem zwischen dem Kreisel an der Hospitalskapelle und der VR-Bank. Dort stauen sich oft die Autos. Da die Fritzlarer Straße zwischen Spittel und Marktplatz eine Landesstraße (L 3221) ist, die als Besser Straße weiter in Richtung Autobahn führt, werden alle Entscheidungen rund um diesen Abschnitt durch die Landesbehörde Hessen Mobil getroffen und nicht durch die Stadt Gudensberg.

Die Verkehrslage

Deshalb hat Bürgermeister Frank Börner bei Hessen Mobil nun erneut darauf gedrungen, dass für Verkehrsberuhigung – möglichst durch einen Kreisverkehr – gesorgt werden sollte. Das Problem des überlasteten Straßenabschnitts wurde seit 2017 mehrfach mit Hessen Mobil besprochen, teilt die Verwaltung mit. Denn wegen des hohen Verkehrsaufkommens zwischen dem Kreisel an der Hospitalskapelle „Spittel“ und der VR-Bank wäre aus Sicht der Stadt in diesem Straßenabschnitt dringend eine entlastende Verkehrsführung nötig.

Die Prüfung

Nun hat Hessen Mobil geantwortet. Eine Prüfung habe ergeben, dass ein weiterer Kreisverkehr an der Autobahnabfahrt die Situation nicht verbessern werde, weitere Alternativen sollen aber geprüft werden.

Das sei das Ergebnis einer mehrtägigen Verkehrszählung an den zwei Kreuzungen („Spittel“ und „Autobahnabfahrt/Besser Straße“). Die Auswertung belege aber die „verkehrlichen Probleme“ in der Ortsdurchfahrt der L 3221 (Fritzlarer Straße/Besser Straße). Das Anliegen der Gudensberger, die Strecke zu entlasten, sei nachvollziehbar. „Die Probleme seien jedoch nicht so gravierend, dass die Kreuzung L 3221/ L 3150 – an der Autobahnabfahrt – mit Geld des Landes Hessen zu einem Kreisel umgebaut werde, denn diese Kreuzung sei ausreichend leistungsfähig“, zitierte Bürgermeister Frank Börner bei der Stadtverordnetensitzung aus dem Schreiben von Hessen Mobil. Ein weiterer Grund für die Absage:  Ein Umbau der Kreuzung in einen Kreisel führe nicht zu weniger Verkehr in der Besser Straße. Eine bessere Regelung des Verkehrsstroms sei durch eine Vorfahrtsänderung zu erreichen.

Die Alternative

 Laut Hessen Mobil habe es bis einschließlich 2018 nur wenige Unfälle an der Kreuzung gegeben. 2019 gab es erstmals so viele Unfälle, dass sich eine „Unfallhäufungsstelle“ ergeben habe. Daher werde die Unfallkommission (Polizei, Hessen Mobil und Kreisverkehrsbehörde) im zweiten Quartal 2020 die Kreuzungssituation unter die Lupe nehmen und beraten, ob sich aufgrund der Unfallhäufigkeiten Umbaubedarf ergebe. Dann wäre eine mögliche Alternative, die Vorfahrtssituation an der Kreuzung zu ändern – eine abknickende Vorfahrt vom „Metzer Kreuz“ her kommend in Richtung Besse.

Der Tipp

Bis es zu einer Lösung kommt, empfiehlt Hessen Mobil allen Verkehrsteilnehmern, die zwischen Autobahnabfahrt und Kreisel am Spittel unterwegs sind, die Umgehungsstraße über den Kreisel „Metzer Kreuz“ zu nutzen. Diese Route sei schneller und weniger stark befahren als Fritzlarer und Besser Straße.

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