Immobilienmarkt boomt

Trotz Corona: Nachfrage nach Immobilien im Schwalm-Eder-Kreis hoch

Symbolbild Geld HNA
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Den Traum vom Eigenheim wollen sich viele trotz Krise erfüllen.

Die Corona-Krise trifft die Wirtschaft in der Region - doch die Nachfrage nach Immobilien bleibt hoch. Die Gründe dafür haben mit Corona nur wenig zu tun.

Fritzlar-Homberg – Das Interesse am Wohnen und Arbeiten in ländlichen Regionen steigt. Gerade in der Coronakrise scheint das Leben in Ballungszentren zunehmend seinen Charme zu verlieren. Das berichten Immobilienberater Wolfgang Schaub und Oliver Woschek, Geschäftsführer der VR-Immo-Partner in Fritzlar. Sowohl Privatpersonen als auch Firmen orientieren sich in Richtung Vororte – weg aus der Innenstadt. Auch für den Schwalm-Eder-Kreis könnte dies eine interessante Entwicklung sein, sagen die Experten.

„Wir befinden uns in einem Wandel“, sagt Schaub. Große Firmen mit vielen Büroräumen in den Innenstädten – ob dieses Konzept in Zeiten von Homeoffice zukünftig überhaupt noch notwendig sein wird, sei fraglich. Die Menschen arbeiten also gerade seit der Pandemie vermehrt von Zuhause. Mehr Platz, viel Natur drumherum – das werde, gerade wenn Arbeiten und Wohnen an einem Ort stattfinden, immer wichtiger.

Ländliche Regionen auch für Firmen interessant

„Doch nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Firmen wird das Ansiedeln in ländlichen Regionen immer interessanter“, sagt Woschek. Mehr Arbeitsplätze würden dann wiederum auch den Wohnraum auf dem Land attraktiver machen. Das hätte zur Konsequenz, dass auch die Preise weiter steigen. „Eine Immobilie wird als Geldanlage immer beliebter“, erklärt Woschek. Sie gehöre zu den Grundbedürfnissen, ergänzt Schaub.

Ulrich Siebald, Sprecher Kreissparkasse Schwalm-Eder, spricht von einem Boom auf dem Immobilienmarkt, der nach wie vor ungebrochen sei. „Wir erzielen in diesem Jahr das beste Baufinanzierungsergebnis in der Geschichte der Kreissparkasse.“ Die Menschen wollen tendenziell im eigenen Haus wohnen, sagt Siebald. Die Frage sei hierbei eher, ob es genügend Baugrundstücke gebe – auch im Schwalm-Eder-Kreis.

Der erste Lockdown Anfang des Jahres habe zwar Befürchtungen bei der Kreissparkasse ausgelöst, was die sinkende Bereitschaft der Menschen zur Baufinanzierung angehe. Diese Befürchtungen hätten sich jedoch nicht bewahrheitet.

(Daria Neu)

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