Nein zu Stellenkürzungen: Eltern kritisieren Schulpolitik

Schwalm-Eder. Heftige Kritik üben der Kreiselternbeirat und die Vorsitzenden der Schulelternbeiräte des Landkreises an den Stellenkürzungen in den Schulen.

Einer Pressemitteilung zufolge soll nach den gymnasialen Oberstufen nun in den Grundschulen gespart werden.

Nach Darstellung des Kreiselternbeirats wolle die Landesregierung die Bereiche Inklusion, Deutschförderung und Ganztagsschule ausbauen. Im Gegenzug würden aber Kürzungen bei der Berechnung der Lehrerzuweisung pro Schüler und in der Grundzuweisung vorgenommen. Dies führe zu „eklatanten Einschnitten an den Schulen“.

Im Bereich der gymnasialen Oberstufe führe dies zu einer massiven Einschränkung des Angebots. So könnten kleine Leistungskurse wie Chemie oder Französisch künftig nicht mehr angeboten werden. Weiter fürchten die Eltern, Oberstufenkurse könnten mit 30 Schülern und mehr besetzt sein.

Große Auswirkungen hätten Einschnitte an Grundschulen. Sie führten zu größeren Klassen, weniger Förderunterricht und eingeschränkte Zusatzangebote, fürchten die Schulelternbeiräte. Dabei legten Grundschulen den Grundstein der Bildung der Kinder.

Keine Aussagen gebe es vom Staatlichen Schulamt zu den Auswirkungen auf den Landkreis. Denn sie scheinen mit weiteren, noch nicht eindeutigen Vorgaben aus dem Ministerium einherzugehen.

„Wir halten den Weg der Landesregierung für falsch, den Ausbau von Inklusion, Ganztagsschulen und Deutschfördermaßnahmen über Kürzungen zu finanzieren“, so die Vorsitzende des Kreiselternbeirates, Tanja Fennel-Trieschmann.

Die Landesschülervertretung hat gegen die Kürzungen eine Petition auf den Weg gebracht. Sie ist zu finden unter: https://www.openpetition.de/petition/online/keine-stellenstreichung-an-hessischen-schulen. (ras)

Rubriklistenbild: © dpa

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