Raiffeisenbank Borken Nordhessen investiert in Umbau

Bahn frei für neues Ärztehaus in ehemaliger Bankfiliale in Zimmersrode

Vor einer Bankfiliale stehen viele Menschen , der vorderste zeigt aufs Gebäude.
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Aus der Bankfiliale wird jetzt ein Ärztehaus: Beim Ortstermin zeigten sich Christof Wehrum, Vorstand Raiffeisenbank Borken, Christina Grog vom Bauamt, Ärztin Amöne Meyer-Rüdiger, Architekt Ulrich Lenk, Bürgermeister Philipp Rottwilm, Landrat Winfried Becker, Tatjana Grau-Becker von der Wirtschaftsförderung des Landkreises und Sonja Pauly von der Regionalentwicklung Schwalm-Aue angetan vom Projekt.

Der Förderbescheid ist da, die Ausschreibungen laufen. In sechs bis acht Wochen können die Arbeiten beginnen. Dann wird aus der ehemaligen Filiale der Raiffeisenbank Borken in Zimmersrode ein Ärztehaus.

Zimmersrode - Geht es nach Ärztin Amöne Meyer-Rüdiger, so starten die Arbeiten lieber heute als morgen: Da der Vermieter ihrer Hausarztpraxis in der Zimmersröder Birkenstraße Eigenbedarf angemeldet hat, sucht sie neue Praxisräume. Dass diese künftig im ehemaligen Bankgebäude untergebracht sind, sorgte beim Pressetermin anlässlich der Übergabe des Förderbescheides für allgemeine Begeisterung.

Die ebenerdig zu erreichenden Räume der ehemaligen Bankfiliale seien perfekt für eine Praxis, das Grundgerüst des Gebäudezuschnitts könne erhalten bleiben, so Architekt Ulrich Lenk (ehemals Borken, jetzt Bad Wildungen). Während die neue Praxis von Amöne Meyer-Rüdiger im Erdgeschoss rund 130 Quadratmeter umfassen wird, stehen im Obergeschoss 80 Quadratmeter für eine weitere Arztpraxis zur Verfügung. Eine große Innentreppe verbindet zurzeit noch beide Geschosse. Dass der Zugang nicht barrierefrei ist, sieht der Architekt nicht als Problem. „Dafür würde man eine Lösung finden.“

Raiffeisenbank Borken Nordhessen: Neue Nutzung von Ex-Filiale

Christof Wehrum, Vorstand der Raiffeisenbank Borken Nordhessen, die als Eigentümerin in das neue Ärztehaus investiert, zeigte sich froh, eine neue Nutzung für das Gebäude gefunden zu haben. „Das bisherige Filialformat ist nicht mehr zeitgemäß“, so Wehrum. Mit dem neuen Ärztehaus erfahre die Raiffeisen-Filiale eine „sinnvolle Nutzung“, so der Bankvorstand.

Die Idee dafür sei im Neuentaler Rathaus entstanden. „Es wäre wirklich schade gewesen, wenn das zentral gelegene Gebäude leer gestanden hätte“, so Bürgermeister Philipp Rottwilm. Genau gegenüber dem Rathaus gelegen, gibt es auch genügend Parkplätze direkt angrenzend.

Auch Landrat Winfried Becker, der einen Förderbescheid über 81 000 Euro von Bund und Land überreichte, begrüßte das Vorhaben. „Die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum ist eine große Herausforderung“, so der Kreischef. Obwohl die Einwohnerzahl im Schwalm-Eder-Kreis mit 180 000 Menschen seit Jahren stabil und im vergangenen Quartal sogar leicht gestiegen sei, werde dies in Zukunft immer schwieriger.

Raiffeisenbank Borken Nordhessen: Ärztehaus im Kernort

„Nicht nur die Bevölkerung wird immer älter, sondern auch die Ärzte“, so Becker. Daher könne es man nicht allein der Kassenärztlichen Vereinigung überlassen, für ausreichende ärztliche Versorgung auf dem Land zu sorgen. „Wir müssen alles tun, um gute Bedingungen für Mediziner zu schaffen.“

Daher sei es eine gute Idee, ein Ärztehaus in zentraler Lage im Kernort der Kommune zu etablieren. „Dies wird nachhaltig die ärztliche Versorgung in Neuental sichern“, so Becker.

Der Fördertopf aus Bund und Ländern heißt „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz“. Über dieses Programm sei auch bereits das Ärztezentrum in Wabern gefördert worden, berichtete Sonja Pauly von der Regionalentwicklung Schwalm-Aue. (Kerstin Diehl)

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