Bäume fielen für Straße

Schmale Fahrbahn bei Zimmersrode soll auf sechs Meter verbreitert werden

Mussten dem Straßenbau weichen: An der Kreisstraße 68 am Ortseingang von Zimmersrode sieht man noch die Stümpfe der elf großen Linden, die gefällt worden sind, um die Fahrbahn verbreitern zu können. Foto: Rohde

Zimmersrode. Baumstümpfe mit einem Durchmesser von geschätzt bis zu 60 Zentimeter zeugen noch von einer eindrucksvollen Baumreihe.

Sie stand bis vor Kurzem an der Kreisstraße, die von Zimmersrode nach Römersberg führt.

In einer Nacht- und Nebelaktion seien sie gefällt worden, erregt sich der Neuentaler Erich Göbert. Die Öffentlichkeit sei darüber nicht informiert worden. Göbert: „Ich bin schockiert.“

Davon könne keine Rede sein, meint Jens Becker, der beim Landkreis auch für die Kreisstraßen zuständig ist. Die Bäume mussten weichen, weil die Kreisstraße in diesem Bereich vor allem aus Gründen der Verkehrssicherheit um- und ausgebaut werden solle. Jetzt sei die Fahrbahn etwa 4,50 Meter breit, künftig würden es sechs Meter sein.

Elf stattliche Linden

Wenn größere Fahrzeuge wie Busse, Lkw und landwirtschaftliche Züge auf der Kreisstraße unterwegs gewesen seien, habe es Schwierigkeiten gegeben. Die elf stattlichen Linden hätten Wurzeln auch unter die Asphaltdecke getrieben, die dadurch angehoben worden sei. Seit Jahren sei die Kreisstraße in diesem Bereich in sehr schlechtem Zustand.

Zuvor sei ein Gutachter beauftragt worden, um zu überprüfen, ob die Bäume Lebensraum von Fledermäusen, seltenen Vögeln und Käfern sind. Das sei eine aufwändige Untersuchung gewesen. Dabei habe man festgestellt, dass einige Bäume bereits Schäden aufwiesen. Auch die Untere Naturschutzbehörde habe ihre Zustimmung gegeben.

Mit den Bauarbeiten solle in diesem Jahr begonnen werden. Einen Termin gebe es aber noch nicht, erklärte Becker. Die Bäume habe man aber noch vor dem 28. Februar fällen müssen. Dieser Termin gilt als Beginn der Brutzeit. 17 Bäume seien geschlagen worden, darunter elf große Linden. Als Ausgleich sollen 50 neue Bäume gepflanzt werden, berichtete Becker.

Der Ausbau der Straße werde 454.000 Euro kosten. Das Land beteilige sich daran mit 65 Prozent. Der Zuschuss sei für dieses Jahr bereits angekündigt worden, der Bescheid liege aber nicht vor. Erst wenn das der Fall ist, könne gebaut werden.

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