Verwaltung digitalisieren

Digitalisierung findet aus Neuental statt: IT-Experte soll Schwalm-Eder-West-Kommunen einen neuen Weg ebnen

Ein IT-Experte soll den Schwalm-Eder-West Kommunen zeigen, wie Digitalisierung sinnvoll umgesetzt werden kann. SYMBOL
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Ein IT-Experte soll den Schwalm-Eder-West Kommunen zeigen, wie Digitalisierung sinnvoll umgesetzt werden kann. SYMBOL

Spätestens zum Sommer soll die Gemeinde Neuental einen Digitalisierungsbeauftragten eingestellt haben. Das ist das erklärte Ziel des Zweckverbandes Schwalm-Eder-West, erläutert Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm im HNA-Gespräch.

Die Stelle ist laut Rottwilm zu 100 Prozent in Neuental angesiedelt, ebnet aber den Weg zu einer gemeinsamen IT-Verwaltung des Zweckverbandes, so der Bürgermeister. Denn der oder die Beauftragte soll eng mit den jeweiligen Digitalisierungslotsen der jeweiligen Kommunen zusammenarbeiten. So sieht es der Beschluss der Schwalm-Eder-West Kommunen vor (HNA berichtete).

Die neue Stelle ist das Ergebnis des neuen Onlinezugangsgesetztes des Landes. Bund und Länder sollen bis 2022 ihre bereits vorhandenen Verwaltungsportale verbinden und darüber hinaus alle Verwaltungsleistungen online anbieten. Ziel sei es, dass Bürger und Unternehmen ihre Anliegen schneller und bequemer erledigen können und dazu künftig nur noch ein einziges Nutzerkonto benötigen.

Die Aufgabe des Beauftragten sei es, in den nächsten eineinhalb Jahren die gesamte Verwaltung zu digitalisieren, erklärt Rottwilm. Dass solle aber immer mit den zuständigen Lotsen in den anderen Kommunen geschehen. „Aktuell ist digital schon vieles möglich, aber der komplette Schriftverkehr zwischen Verwaltung und Bürgern muss von unseren Mitarbeitern noch manuell eingescannt und eingepflegt werden in unterschiedliche Systeme.“ Das soll bald passé sein. „Wenn jemand seinen Hund bei der Gemeinde anmeldet, geschieht das zwar online, allerdings erfassen wir diesen Vorgang wie eine E-Mail und müssen es dann noch manuell ins System einpflegen“, fügt er hinzu.

Das Land Hessen unterstützt gemeinsam mit dem Gebietsrechenzentrum ecom 21 die Kommunen bei dem Vorhaben. Für den Aufbau, Betrieb und Support sowie das Personal im kommunalen Kompetenzzentrum Digitalisierung erhält die ekom21 knapp 14 Millionen Euro vom Land. Darüber hinaus stünden etwa drei Millionen Euro Fördermittel für eine modulare Digitalisierungsberatung der Kommunen durch die ekom21 und für Projekte bereit.

Von Linett Hanert

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