Neues Projekt: Grünes Neuental

Geld für Feuerwehr und Straßenbeleuchtung: Neuental investiert 2022 1,9 Millionen Euro

Neuentaler Rathaus
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Zuletzt bekam das Neuentaler Rathaus einen neuen Anstrich.

Neues Jahr, neuer Etat: Einen ausgeglichenen, sieben Millionen Euro umfassenden Haushalt für das Jahr 2022 legte Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm den Neuentaler Gemeindevertretern vor.

Neuental - Das Zahlenwerk sei „vorsichtig“ gerechnet, um am Ende des Jahres noch einen Puffer zu haben. Die Sterne stehen gut über Neuental: Die Einwohnerzahl habe die 3000er-Grenze überschritten und das Niveau von 2016 erreicht. Die Arbeitslosenquote liege mit 2,4 Prozent unter dem kreisweiten Durchschnitt von 3,1 Prozent.

Im vierten Jahr in Folge will die Gemeinde Neuental etwa 1,9 Millionen Euro investieren. Die Förderung der Gesamtinvestitionen liegt bei etwa 75 Prozent. Einer der größeren Brocken ist die Dorfentwicklung und das integrierte kommunale Entwicklungskonzept, für das 100.000 Euro vorgesehen sind. Die Gehwege an der Gilsatalstraße und der Bischhäuser Straße lässt sich die Gemeinde 228.000 Euro kosten. Für den Kanalbau werden 172.000 Euro fällig. Außerdem will die Kommune in die Erschließung privaten Baulands und die Straßenbeleuchtung investieren: 60.000 Euro sind dafür vorgesehen.

Aber auch den Erhalt der Feuerwehrhäuser lässt sich Neuental einiges kosten. Für den Umbau der Häuser in Zimmersrode, Gilsa und Bischhausen soll Geld bereitgestellt werden; ebenso wie für die Personal- und Umkleideräume des Bauhofs und dessen Fuhrpark (70.000 Euro). Der Ferienpark Neuenhainer See wird mit 100.000 Euro berücksichtigt.

Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm hat sich zudem das Projekt „Grünes Neuental“ auf die Fahne geschrieben. Der Park Zimmersrode und die gesamte Kommune sollen in den nächsten drei Jahren ergrünen. Für 2022 rechnet die Verwaltung mit Kosten von 550.000 Euro – bei einer Förderung von 90 Prozent.

Konkret plant die Kommune mit einem Überschuss von 31.683 Euro im Ergebnishaushalt und einem Plus von 7571 Euro im Finanzhaushalt. Auf der Ertragsseite machen Steuern und steuerähnliche Erträge mit 2,3 Millionen Euro (33 Prozent) den größten Batzen aus: Einkommenssteuer 1,6 Millionen Euro, Gewerbesteuer 300 000 Euro. Sie fällt geringer als in den Jahren vor Corona aus. Bei der Grundsteuer A und B rechnet die Gemeinde mit 337.000 Euro.

Zuweisungen und Zuschüsse liegen bei zwei Millionen Euro. Die Schlüsselzuweisung steigt auf 1,6 Millionen Euro, bleibt aber niedriger als die Abgaben an den Landkreis über die Kreis- und Schulumlage, die sich auf 1,8 Millionen Euro belaufen. Den Erträgen stehen Ausgaben von 6,9 Millionen Euro gegenüber: Personalkosten schlagen mit 1,9 Millionen Euro zu Buche. Sach- und Dienstleistungen liegen bei 1,1 Millionen Euro, Abschreibungen bei 823.000 Euro, Aufwendungen für Zinsen machen 324.000 Euro aus.

Im Finanzhaushalt gibt es einen Zahlungsmittelüberschuss von 482.000 Euro. Somit kann die Tilgung von Krediten in Höhe von 474.000 Euro aus dem laufenden Geschäft erwirtschaftet werden. 471.000 Euro sind für die Aufnahme neuer Kredite vorgesehen. Die Schulden der Gemeinde belaufen sich auf 9,5 Millionen Euro, hinzu kommen Schulden beim Wasserverband von 1,4 Millionen Euro. „Die Verbindlichkeiten lagen mal bei 20 Millionen Euro“, sagte Rottwilm. Eine Liquiditätssicherung von 117.000 Euro ist eingeplant. (Kerstin Diehl)

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