Geld stammt vom Bund

Grün, grüner, Neuental: Gemeindevertreter beschließen Projekt für 1,2 Millionen Euro

Der Park Heilswiese wird maßgeblich von dem Bundesprogramm zur kommunalen Grünflächengestaltung profitieren: 1,1 Millionen Euro fließen vom Bund, 112 000 Euro werden aus der Gemeindekasse gestemmt.  
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Der Park Heilswiese wird maßgeblich von dem Bundesprogramm zur kommunalen Grünflächengestaltung profitieren: 1,1 Millionen Euro fließen vom Bund, 112 000 Euro werden aus der Gemeindekasse gestemmt.  

Neuental – Für die Bundesförderung von 1,1 Millionen Euro für ein grünes Neuental gab es jetzt auch grünes Licht von der Gemeindevertretung. Zwei Gremiumsmitglieder enthielten sich bei der Abstimmung während der Sitzung am Montagabend. Grundsätzlich waren sich aber alle Gemeindevertreter einig, dass mit dem Programm zur kommunalen Grünflächengestaltung Neuental erheblich aufgewertet werde.

Profitieren werde insbesondere der Kernort Zimmersrode (HNA berichtete).

Das Programm umfasst ein Gesamtinvestitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro, aus der Gemeindekasse fließen 112 000 Euro. Realisiert werden sollen die Projekte in den kommenden drei Jahren. Und das soll im Haushalt so aussehen: In diesem Jahr werden 5 000 Euro aus der Gemeindekasse im Nachtragshaushalt eingeplant, der Bund steuert die ersten 50 000 Euro dazu.

2022 fließen vom Bund 500 000 Euro bei einem Eigenanteil von 50 000 Euro, 2023 sind es 300 000 Euro vom Bund und im kommunalen Haushalt fallen 30 000 Euro an. Im Jahr 2024 werden 372 000 Euro vom Bund bezuschusst und 37 222 Euro im Haushalt eingeplant.

Neuentals Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm sprach von einer langfristigen Planung und einem verlässlichen Vorgehen, wie man es bereits von der Rathaussanierung beispielsweise kenne. Nun stünde noch eine detaillierte Planung an, weitere Ideen seien willkommen.

Dazu regte auch Wolfgang Völkers (FDP) an: „Dieses Programm wird Neuental erheblich aufwerten. Aber ich möchte appellieren, die Bevölkerung mit ins Boot zu holen“, sagte er. Es gäbe noch jede Menge Ideen, die mit in das Konzept fließen könnten.

Uwe Heintzemann, Fraktionsvorsitzender der SPD, sprach sich nochmals für das Programm aus: „Wir können uns glücklich schätzen, diese Förderung erhalten zu haben. Das ist viel Geld für uns. Aber es gehört auch noch viel Fleiß dazu.“

Das sah auch der Fraktionsvorsitzende der CDU, Karl-Heinz Theis, so: „Unser Kernort wird dadurch attraktiver. Es wäre fahrlässig, hätten wir diese Chance verstreichen lassen.“ Dennoch mahnte auch er die kommenden Arbeiten für die Kommune an: „112 000 Euro Eigenanteil ist auch für uns viel Geld und damit ist auch viel Arbeit verbunden“, sagte er. Zustimmung fand das Programm auch bei der Bürgerleiste: Karin Sehner-Leimbach von der BL hatte jedoch einen Einwand, der auf Offene Ohren stieß: „Es ist eine tolle Sache. Aber es mangelt an einigen Stellen in unserer Gemeinde an Sauberkeit, insbesondere an einigen Straßen.“ Deshalb sollte in das Konzept auch der Aspekt zur Grünflächen- und Platzpflege eingearbeitet werden. „Wenn wir die Möglichkeit haben, so ein gutes Projekt zu realisieren, dann sollte es auch gut erhalten und gepflegt werden“, sagte sie.

So sieht das Programm „Grünes Neuental“ aus

Projektabschnitt 1 - Park Heilswiese: Die Parkplätze am Park Heilswiese sollen erneuert und die Fläche mit Öko Drain Pflastern verlegt werden.

Dazu sollen die Flächen um die Fußwege und die Parkplätze begrünt und neue Beleuchtungen installiert werden.

Der Spielplatz im Park soll um weitere Spielgeräte ergänzt und mehr begrünt werden. Dazu sollen Sitzgelegenheiten und Fahrradstellplätze den Park aufwerten. Die Wege sollen erneut werden. Im südlichen Abschnitt will man den Brunnen um einen Bachlauf erweitern und die bereits vorhandene Naturbühne mehr in Szene setzen. Sitzgelegenheiten und Outdoor-Fitnessgeräte werden aufgestellt und ein Grillplatz ist ebenfalls eingeplant.

Projektabschnitt 2 - Peterswald: Von einer Aufforstung des Peterswaldes bei Zimmersrode könne man in diesem Rahmen nicht sprechen, „aber der Wald hat in den vergangenen Jahren sehr gelitten. Eine Ersatzbepflanzung soll definitiv stattfinden“, erklärte Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm.

Außerdem ist angedacht, einen Waldlehrpfad in Zusammenarbeit mit der benachbarten Kita Lummerland und der Grundschule zu schaffen. Auch ein Waldspielplatz und neue Beschilderungen sind geplant. Neu ist in diesem Zusammenhang, dass die Quelle Hegeborn als alte historische Quelle wiederbelebt werden soll. Das sei bereits vor zwei Jahren angedacht gewesen, sei dann aber aus verschiedenen Gründen in den Hintergrund gerückt worden.

Projektabschnitt 3 - Straßen- und Radwegebegrünung: Als Beispiel nannte Rottwilm die Straße Am Weinfeld: Die Grünflächen an der Straße seien vernachlässigt und würden schon das Pflaster anheben. Dasselbe gelte auch für die Bahnhofsstraße.

Das soll sich nun ändern und die Straßen sollen mit Bäumen und Pflanzen verschönert werden.

Von Linett Hanert

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