Haushalt auf gutem Weg: Neuentaler See bringt 100.000 Euro ein

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Positive Entwicklung: Ein Plus von 100.000 Euro durch den Neuenhainer See sind im Haushalt von Neuental eingeplant.

Neuental. Auf einem guten Weg sehen die Gemeindevertreter den Neuentaler Haushalt, auch wenn er einen Fehlbedarf von 35.900 Euro aufweist.

Bei zwei Enthaltungen verabschiedeten die Mandatsträger das Zahlenwerk. Werner Theis von der FDP lobte die Verbesserung des Fehlbedarfs von 31.000 Euro gegenüber dem Vorjahr. Sorge bereiteten ihm die hohen Schulden mit 14 Millionen Euro. Umgerechnet sei das eine Pro-Kopf-Verschuldung von 4400 Euro. Rechne man die die Rückstellungen von 2,2 Mio. Euro dazu, komme man auf 5100 Euro. Dazu kämen rein rechnerisch die Kassenkredite, die man als Gemeindevertreter ständig im Blick behalten müsse. Auf Nachfrage erklärte Bürgermeister Kai Knöpper, dass diese zum Dezember vergangenen Jahres 5,3 Millionen Euro betrugen.

Hilfe von Bund und Land 

Positiv wertete Theis die Entwicklung der Einnahmen am Neuenhainer See (plus 100.000 Euro). Deutlich schlage die Kinderbetreuung mit einem Zuschuss von 414.000 Euro zu Buche. Pro Kind seien das 3700 Euro. Deshalb forderte er Bund und Länder zum Ausgleich auf.

Uwe Heintzemann (SPD) lobte den Haushalt als solide und konservativ geplant, auch wenn die Gemeindevertreter an der Preisschraube bei den Abwassergebühren drehen mussten. Ärgerlich sei, dass die Landesregierung die Zuschüsse gekürzt habe. Auch im Bereich des Kindergartens sei wegen der Lohnforderung mit deutlich höheren Kosten zu rechnen. „Dabei muss uns das Land helfen“, sagte er.

Die SPD forderte darüber hinaus, dass nicht der Gemeindevorstand, sondern das Parlament über die Verwendung des Geldes für die Dorfentwicklung verfügen soll. Dafür seien 80.000 Euro vorgesehen.

Volprecht von Gilsa (CDU) meinte, im Plan solle besser erkennbar werden, wie sich die Zusammenarbeit mit Jesberg entwickelt habe. Dabei seien bislang 25.000 Euro bei den Personalkosten gespart worden. Der Haushalt sei solide aufgestellt, auch die Einnahmen am Neuenhainer See entwickelten sich so, dass die Aussichten besser würden.

Als schwierig beurteilte er die Lage des Kanalbaus in Zimmersrode. Schlechte Erfahrungen mit der Haushaltsentwicklung hat Christian Lingemann von der Bürgerliste im Jahr 2014 gemacht, daher werde er, obwohl der Haushalt hier und da positive Tendenzen aufzeige, nicht zustimmen.

Karl-Heinz Theis (CDU) lobte den Haushalt: „Wir haben die Wende geschafft.“ (zty)

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