Spendenaktion von Dominik Bank

Hilfe ging unter die Haut: Tattoo-Marathon in Gilsa brachte 11.000 Euro

Organisierte den Tattoo-Marathon: Dominik Bank
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Organisierte den Tattoo-Marathon: Dominik Bank

Gilsa. Eine fünfstellige Summe war Dominik Banks Ziel. Das hat er erreicht. Bei seinem Tattoo-Marathon im Dorfgemeinschaftshaus Gilsa sind 11.111,11 Euro für die Deutsche Kinderkrebsstiftung zusammengekommen.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagte Bank nach einem turbulenten Wochenende. Im Juli hatte der Tätowierer die Idee zum Marathon. Seitdem arbeitete er akribisch an der Umsetzung. Bank saß stundenlang vor dem Computer, telefonierte selbst abends im Bett noch und funktionierte seine eigenen vier Wände kurzerhand zum Materiallager um. Sieben Tattoo-Künstler hatte er für das Wochenende eingeplant. Drei davon sind am Freitagabend kurzfristig ausgefallen. Der eine hatte einen Unfall: Auf dem Weg nach Gilsa ist die Hinterachse seines Autos gebrochen. Zwei weitere Tätowierer konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein. „Dann haben wir es halt zu viert gemacht“, erklärte Bank.

Der Andrang war groß. „Samstag standen 60 Leute vor der Tür.“ Wer Gutes tun wollte, musste warten. Oder gleich ein zweites Mal anreisen. So wie Gäste aus Frankfurt. Sie waren am Samstag um 14 Uhr in Gilsa, sind aber nicht mehr drangekommen. So ging es kurzerhand am Abend in den hessischen Süden und am Sonntagmorgen wieder in den Norden. „Um 13 Uhr hatten sie endlich ihr Tattoo auf der Haut“, schreibt Bank in einem ausführlichen Fazit auf seiner Facebookseite.

Sie unterstützten den Spendenmarathon: (vorne von links) Angela Schänzer, Kevin Konzemann, dahinter von links Mario Siciliani, Andre Deiss (alle 99 Styler) Thomas Kühnert, Alexander Martens (beide Tätowierer), Carsten Schänzer (Chef 99 Styler), Tätowierer Henning Sieckenius, Dominik Bank, Lena Ehrenfried und Betty Bünsch.

700 Besucher zählte Bank an den beiden Tagen. 300 von ihnen haben Geld gespendet, 137 Tattoos haben Bank und seine Mitstreiter gestochen. Das sind 14 Tattoos pro Stunde. Für viele Gäste sei es ihr erstes Tattoo gewesen. Egal ob Einhorn oder Krebsschleife: Die Kunden hatten die Wahl zwischen 120 kleinen Motiven. Manch Tattoo war binnen vier Minuten gestochen. Hinzu kamen Vor- und Nachbereitung. „Das ist dann eine logistische Herausforderung“, wie Bank sagt. Er konnte dabei auf 40 Helfer setzen. Sie kümmerten sich um alles andere, vom Einlass bis zur Verpflegung. „Ich habe nur einen Kompass gebastelt, habe die Zeiger montiert und die Richtung vorgegeben. Die Pole, die man braucht, damit das Ganze funktioniert, waren die Menschen aus meinem Team und die Menschen, die den Weg auf sich genommen haben, um Gutes zu tun“, sagte Bank.

So entstand die Gesamtspende

11 111,11 Euro sind für die Deutsche Kinderkrebsstiftung überwiesen worden. Der Betrag setzt sich zusammen aus dem Tattoo-Ergebnis und Spenden des Borkener Tuningclubs „99 Styler“, die 800 Euro bei einer Tombola bei ihrer Tuner Info Volume 2 am Freilichtmuseum eingesammelt hatten. Die Burschenschaft Freudenthal gab 300 Euro, der MC Eagles aus Sebbeterode 150 Euro, und Friseurmeisterin Ina Jungermann aus Zimmersrode brachte 100 Euro mit. 

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