Muttertag

Neuentalerin erzählt über das Mamawerden in Coronazeiten

Diana Stephan aus Neuental genießt die Zeit mit ihrer Tochter im Arm. Sie erlebt morgen ihren ersten Muttertag
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Diana Stephan aus Neuental genießt die Zeit mit ihrer Tochter im Arm. Sie erlebt morgen ihren ersten Muttertag

Diana Stephan aus Neuental erlebt ihren ersten Muttertag. Ein Einblick in das Leben werdender Eltern in der Corona-Krise. 

Fritzlar-Homberg – Die frisch gebackene Mama Diana Stephan und ihr Mann Michael haben am 22. März eine Tochter bekommen. Und das in einer besonderen Zeit. Denn die Coronakrise sorgt auch im Leben von werdenden Eltern an vielen Stellen für Einschränkungen. Eines ist der 45-jährigen Mutter dennoch ganz wichtig:

„Die größte Rolle in unserem Leben spielt nicht Corona, sondern die kleine Corvy-Elß.“

Das Baby verzaubert seine Eltern 24 Stunden am Tag. „Zurzeit fängt sie immer mal wieder an zu lächeln“, erzählt Diana Stephan. Dies sei für sie ein ausreichendes Geschenk zum Muttertag. Die 45-Jährige denkt gern an die Geburt ihrer Tochter zurück. „Es war wirklich alles total entspannt.“ Ja, außerhalb des Familienzimmers habe man Masken tragen müssen, aber im Marburger Krankenhaus habe sie sich durchgehend wohlgefühlt. Corvy-Elß wurde per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht.

Muttertag: Neuentalerin sitzt seit Unfall im Rollstuhl

Die Neuentalerin sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl, dies spielt im HNA-Gespräch keine übergeordnete Rolle. „Es kann sein, dass sich das Baby daher nicht in die für eine natürliche Geburt notwendige Position gedreht hat.“ Insgesamt sei Stephan aber sehr zufrieden mit ihrer Schwangerschaft gewesen. Ohnehin wirkt sie sehr ausgeglichen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und der kleinen Tochter bildet sie ein echtes Team. Zum Glück durfte Michael Stephan die ganze Zeit während der Geburt ihres gemeinsamen Kindes bei seiner Frau bleiben. Zu Beginn der Coronakrise war dies in einigen Krankenhäusern nicht erlaubt.

„Wir wurden getestet, hatten während des Kaiserschnittes Masken auf. Ohne meinen Mann an meiner Seite wäre das alles gar nicht gegangen“, sagt die 45-Jährige und zeigt sich froh darüber, dass diese Einschränkung durch die Coronakrise an ihr vorbeigegangen ist. „Das können Pflegekräfte allein gar nicht leisten.“

Familienzentrum Homberg unterstützt Neuentaler Mutter

Die Familie genießt die Zeit zu Dritt. Dass nicht dauernd zahlreiche Leute zu Besuch kommen können, scheint das Paar dabei wenig zu stören. „Wir müssen da jetzt eben alle durch“, sagt Diana Stephan und meint damit jeden Einzelnen – nicht nur junge Eltern.

Dankbar ist die 45-Jährige für die Angebote des Familienzentrums in Homberg, das trotz Coronazeiten versucht, Eltern den Einstieg in ihr neues Leben zu erleichtern. Wichtige Informationen zum Thema Tragehilfen, der digitale Austausch über das Café Klapperstorch – all das seien Angebote, auf die sie nicht verzichten wolle.

In die Zukunft blicken die Stephans mit Zuversicht. Und bis das so weit ist, schauen sie einfach ihre kleine Corvy-Elß an und wissen: Das Jahr 2021 war zwar ein Coronajahr, es war aber vor allem das Jahr, in dem sie Mama und Papa geworden sind. (Daria Neu)

Elternschule bietet Online-Kurse für Eltern 

Das Familienzentrum und die Elternschule Schwalm-Eder mit Sitz in Homberg hält auch in der Coronakrise Angebote für Eltern bereit. Dazu gehören Onlinekurse über Zoom. Einer startet am Montag mit einem Schnuppertreffen ab 9 Uhr für Eltern von Kindern im Alter von zwei bis sechs Monaten. Darüber hinaus gibt es das Café Klapperstorch – derzeit digital –, bei dem laut Zentrum „ein gemütlicher Rahmen zum Kennenlernen und Austauschen mit anderen Müttern“ geschaffen wird. Kontakt: Tel. 0 56 81 / 9 36 46 31, info@elternschule-schwalm-eder.de

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