Kriminalpolizei nimmt Ermittlungen auf

Nach Bränden im Schwalm-Eder-Kreis: Wohnwagen bei Allendorf in Flammen 

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Große Sorge, dass ein Feuerteufel sein Unwesen treibt: Nur verkohlte Trümmer blieben von einem Wohnwagen am Waldrand bei Allendorf/L. Die Kripo ermittelt, ob der Brand Teil einer möglichen Brandstifter-Serie sein könnte. 

In den vergangenen Wochen brannten drei Hütten im Landkreis ab. Ob der Brand eines Wohnwagens bei Allendorf Teil einer möglichen Brandstifter-Serie sein könnte, ist unklar. 

Nach mehreren Bränden in den vergangenen Wochen im Schwalm-Eder-Kreis brannten laut Polizei in der Nacht zu Sonntag ein Wohnwagen und zwei Heuballen ab. Die Feuerwehren aus Ziegenhain und Allendorf/Landsburg löschten das Feuer am Waldrand oberhalb von Allendorf. Gegen 23.30 Uhr war eine Alarmierung bei der Leitstelle eingegangen, dass ein Feuer an der Landstraße zwischen Allendorf und Schlierbach ausgebrochen sei.

Vor Ort war auch die Polizei. Am Ostermontag war lediglich zu erfahren, dass die Homberger Kriminalpolizei die Ermittlungen führen wird. Eine Parallele zu den Bränden von Hütten und Scheunen im Kreis wollte der diensthabende Polizeisprecher in Kassel gestern nicht ziehen. Um von einer Brandstifter-Serie sprechen zu können, müsse man die Ermittlungsergebnisse abwarten.

Die Brände ereigneten sich zu ähnlichen Zeiten und speziellen Orten 

Unter den Brandschützern werde dies natürlich diskutiert, sagte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Stefan Kürschner gestern gegenüber der HNA. Er war der Einsatzleiter in der Osternacht. Die Brände ereigneten sich fast alle an Wochenenden zu einer ähnlichen Uhrzeit. Laut Kürschner sei außerdem auffällig, dass die Brände alle an Stellen waren, die keine Löschwasserversorgung aufweisen.

Die Feuerwehren setzten in Allendorf drei Tankfahrzeuge ein. Sie wurden im Pendelverkehr am Feuerwehrhaus Allendorf neu befüllt, bis das Feuer aus war. Das sei gegen 3 Uhr am Sonntag der Fall gewesen. Kräfte der Feuerwehr Allendorf blieben noch für Nachlöscharbeiten an einer uneinsichtigen Stelle oberhalb einer Maschinenhalle.

Der entstandene Schaden ist vermutlich eher gering, eine Schätzung lag gestern noch nicht vor. Bei dem Wohnanhänger handelte es sich um ein älteres Modell, es ist völlig vernichtet. Das Feuer fraß sich einige Meter in den Wald hinein, auch drei dort gelagerte Strohballen hatten gebrannt. Die Feuerwehr war mit 14 Kräften im Einsatz. 

Drei Hütten brannten in einem Monat

Im April gab es bereits drei große Brände im Schwalm-Eder-Kreis. Am Samstag, 6. April, brannte eine Grillhütte in Schrecksbach und am Sonntag, 7. April, eine in Riebelsdorf. In der Nacht zu Sonntag, 14. April, brannte die Küllbergshütte in Harle nieder. Da bei Letzterer ein technischer Defekt als Ursache nicht in Frage komme, liegt für die Polizei die Vermutung einer Brandstiftung nahe. 

Zeugen können sich bei der Polizei melden: Tel. 0 56 81/ 77 40. 

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