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Neuentals Bürgermeister Rottwilm beteiligt sich an Kinderbuch

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Von: Lea Beckmann

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Neuentals Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm beteiligt sich an Kinderbuch.
Neuentals Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm beteiligt sich an Kinderbuch. (Archivfoto) © Privat

Ein Bürgermeister wird zum Kinderbuchautor – na ja, fast zumindest. Auf Initiative des „Netzwerks junge Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der Bundesrepublik Deutschland“ entstehen Kinderbücher.

Neuental – 35 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen haben sich daran beteiligt, sodass deren Kommunen nun ein eigenes Kinderbuch haben. Dazu gehört auch Neuental. Das Buch „Spielplatz-Alarm in Neuental“ befindet sich derzeit im Druck.

Neuentals Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm (SPD) hat diese Idee als „schöne Sache“ empfunden. „Für so etwas bin ich immer zu haben“, sagt er. Die Grundidee des Kinderbuches liege darin, spielerisch zu vermitteln, wie eine Kommune oder ein Gemeinwesen arbeite.

Wenn das Buch fertig aus dem Druck kommt, soll so das Cover aussehen.
Wenn das Buch fertig aus dem Druck kommt, soll so das Cover aussehen. © Framily

„Wir wünschen uns, dass sich alle Menschen in unseren Kommunen wohlfühlen und möchten sie dazu ermuntern, sich in ihrer und für ihre Gemeinde Neuental zu engagieren“, schreibt Rottwilm im Vorwort des Kinderbuches. Und genau das solle das Buch auch signalisieren.

Die Lektüre zeigt, dass es in einer Gemeinde darum geht, mitzureden, etwas zu bewegen und sich zu beteiligen. Und das habe sowohl für die Bürger wie auch die Kommune nur Vorteile.

Auch Kinder sollen gehört und ihre Wünsche und Bedürfnisse ernst genommen werden – so, wie Ella, Nils und ihre Freunde es in dieser Geschichte erleben.

Dr. Philipp Rottwilm

Da es ein Kinderbuch ist, wird schnell deutlich, dass man nicht erwachsen sein muss, um etwas in seiner Gemeinde zu verändern oder seine Wünsche zu äußern. „Auch Kinder sollen gehört und ihre Wünsche und Bedürfnisse ernst genommen werden – so, wie Ella, Nils und ihre Freunde es in dieser Geschichte erleben“, so Rottwilm. Die Bürgermeister wollen somit den Kleinsten zeigen, dass Engagement etwas bewirken kann. Gleichzeitig bekommen die Leser einen Einblick in das Berufsbild des Bürgermeisters und in das kommunalpolitische System.

Das Netzwerk der jungen Bürgermeister wolle mit dem Buch ein realistisches Bild eines zeitgemäßen Bürgermeisters zeigen. Denn: In beliebten Kinderbüchern, wie „Bibi Blocksberg“ und „Benjamin Blümchen“, würden die Bürgermeister meist als männlich, relativ alt, korrupt und arrogant dargestellt werden. Das Netzwerk möchte mithilfe des Buches das Berufsbild „von verstaubten Vorurteilen befreien“, heißt es auf der Internetseite des Netzwerkes.

Kein Sympathieträger: der namenlose Bürgermeister Neustadts aus „Benjamin Blümchen“.
Kein Sympathieträger: der namenlose Bürgermeister Neustadts aus „Benjamin Blümchen“. © Kiddinx Studios Gmbh Berlin

Der Titel, „Spielplatz-Alarm in Neuental“, wird übrigens an jede Gemeinde angepasst. So gibt es zum Beispiel auch eine Version „Spielplatz-Alarm in Großalmerode“. In allen Büchern geht es darum, dass auf dem Spielplatz der Gemeinde ein Sturm gewütet hat und der Platz neu aufgebaut werden muss. Ella, Nils und ihre Freunde kämpfen um ihren Spielplatz und können auf die Unterstützung des Bürgermeisters zählen.

„Die Geschichte wurde von einem Autor geschrieben“, sagt Rottwilm. Aber die Details sind in den einzelnen Geschichten auf die Kommune der jeweiligen Bürgermeister angepasst. So hat jeder Bürgermeister zum Beispiel dem Bürgermeister im Kinderbuch einen eigenen Namen gegeben. In Neuental heißt er Gregor Gutherz. „Es ist insgesamt wirklich auch lustig erzählt“, sagt Rottwilm.

Das 28-seitige Buch wurde in Kooperation mit dem Verlag Framily entwickelt. Das Hamburger Unternehmen wurde 2016 gegründet und, habe Erfahrung mit individualisierten Kinderbüchern. Alle Grundschulkinder sollen ab Sommer das Buch als Geschenk erhalten. Zudem soll es einen Lesetag in den Kindergärten und Grundschulen in Neuental geben. „An diesem Tag werde ich aus dem Buch vorlesen und den Kindern Fragen beantworten“, sagt Rottwilm. Der genaue Termin stehe allerdings noch nicht fest. (Lea Beckmann)

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