Radwege-Erneuerungen ebenfalls geplant

Neuentals Straßen werden saniert: Arbeiten in Schlierbach, Bischhausen und Zimmersrode

Ein Schild in Zimmersrode zeigt die Straßensperrung zwischen dem Neuentaler Ortsteil und Nassenerfurth an.
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Seit Februar ist die Landesstraße von Zimmersrode nach Nassenerfurth gesperrt. Die alte Bahnbrücke musste abgerissen werden.

Neuentals Straßen werden auf Vordermann gebracht. Einige Straßenbauarbeiten haben bereits begonnen, weitere stehen noch an, Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Umleitungen einstellen.

Neuental - Über die bereits laufenden Bauarbeiten und noch anstehenden Straßenerneuerungen in der Gemeinde informierte Neuentals Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm jüngst.

Was die Kosten angehe, könne man grundsätzlich festhalten: Die Fahrbahnerneuerung wird vom Land Hessen finanziert, Gehwege werden durch die Gemeinde bezahlt, wobei die Förderung des Landes Hessen für Gehwege 75 Prozent beträgt, erklärt Rottwilm. „Die Kosten für die Wasserleitungen übernimmt der Wasserverband Neuental-Jesberg und die Kanalarbeiten werden komplett von der Gemeinde finanziert“, sagt er. Diese Bauarbeiten stehen in den kommenden Jahren an:

Schlierbach: Noch in diesem Jahr soll mit den Bauarbeiten der Ortsdurchfahrt in Schlierbach (Landesstraße 3067) begonnen werden. Dort soll ähnlich wie aktuell in Zimmersrode die Brücke der Bahnstrecke abgerissen und neu errichtet werden. Während dieser Bauarbeiten sollen außerdem der Fußweg und die Anbindung an den Schwalm-Radweg auf einer Länge von zehn Kilometern saniert werden. Die Gemeinde wird zudem die Kanalrohre erneuern.

Der Wasserverbund Neuental-Jesberg wird die Wasserleitungen erneuern. Die Kosten dafür belaufen sich für die Gemeinde auf 60 000 Euro, Hessen Mobil trägt 760 000 Euro.

Bischhausen: Für 2022 soll die Bischhäuser Straße in Richtung Gilsa saniert werden. Geplant ist auch eine Erneuerung der Fußwege sowie eine Teilsanierung der Kanalrohre – das übernimmt die Gemeinde.

Die Kosten für den Fußweg betragen etwa 193 000 Euro, 122 000 Euro werden vom Land bezuschusst. Weitere 182 000 Euro werden für die Kanalarbeiten im Neuentaler Haushalt veranschlagt. Hessen Mobil übernimmt 200 000 Euro für die Fahrbahnsanierung.

Zimmersrode: Die größte Baustelle dürfte vermutlich die Sanierung der Bahnhofsstraße werden. Die Arbeiten sollen in zwei Bauabschnitten realisiert werden. Denn in diesem Zusammenhang soll auch der Bahnhofsvorplatz der Bahnhaltestelle Zimmersrode grundhaft erneuert werden. Geplant sind die Arbeiten für 2023.

Hessen Mobil übernimmt die Arbeiten an der Landesstraße, während die Gemeinde den Gehweg und die Kanalarbeiten stemmt. Zusage habe es von Hessen Mobil in diesem Zusammenhang auch für die Verlängerung des Radweges von Bischhausen bis Bischhausen-Siedlung gegeben, berichtet Rottwilm.

Was die Sanierungsarbeiten für die Kanalrohre angeht, stehe der Gemeinde eine 100-prozentige Förderung vom Land zu, für die Gehwege weitere 25 Prozent. Die Sanierung des Bahnhofsvorplatzes werde zum größten Teil über die Dorferneuerung finanziert.

Die Kosten für die Sanierung des Bahnhofsvorplatzes werden auf 510 000 Euro geschätzt. Die Fördersumme beträgt 363 000 Euro. Die Sanierung des Gehweges wird mit knapp 250 000 Euro kalkuliert, bei einer Förderung von 187 000 Euro vom Land. 182 000 Euro sind für die Erneuerung der Kanalrohre angedacht und die Sanierung der Straße wird in etwa 620 000 Euro kosten, die Hessen Mobil übernimmt.

Landesstraßen werden für 7,4 Millionen Euro saniert

Auch die Landesstraßen werden in den kommenden Jahren erneuert. Die für die Gemeinde anfallenden Kosten können aktuell noch nicht genannt werden. „Dazu gibt es noch keine Kostenschätzung“, sagt Rottwilm. Aber so viel steht schon fest: Hessen Mobil wird insgesamt 7,4 Millionen Euro in die Sanierung einiger Landesstraßen rund um Neuental investieren.

Zimmesrode-Nassenerfurth: Die Landesstraße zwischen Zimmersrode und Nassenerfurth ist seit Februar gesperrt und soll auf einer Länge von 2,9 Kilometern erneuert werden. Zunächst fanden bereits Brückenarbeiten am Ortsausgang von Zimmersrode statt. Die aus dem Jahr 1967 stammende Brücke muss aufgrund baulicher und statischer Mängel abgerissen werden. Hessen Mobil hat die Brückenarbeiten übernommen und wird die Brücke neuaufbauen.

Zeitgleich erneuert der Wasserverbund Neuental-Jesberg die Wasserleitungen in diesem Bereich. Die Umleitung verläuft von Zimmersrode über die Kreisstraße 68 nach Trockenerfurth und weiter über die Landesstraße nach Nassenerfurth. Die Gesamtkosten der Arbeiten sind mit knapp zwei Millionen Euro veranschlagt, wobei der Wasserverbund Neuental-Jesberg etwa 48 000 Euro und die Deutsche Bahn etwa 170 000 Euro trägt.

Bischhausen-Niederurff: Auf einer Länge von 2,4 Kilometern wird die Straße zwischen Bischhausen und Niederurff grundlegend erneuert. „Diese Straßenarbeiten sind für 2023 geplant“, sagt Rottwilm. Die Kosten belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro.

Zimmersrode-Neuenhain: Weiter geht es mit der 2,2 Millionen Euro teuren Straßensanierung der Landesstraße von Zimmersrode bis nach Neuenhain. Dort sollen 3,7 Kilometer Asphalt neu aufgetragen wegen, „wobei die Ortsdurchfahrt in Zimmersrode in diesem Zusammenhang mit erneuert werden soll“, sagt Rottwilm.

Gilsa-Reptich: Ein kurzer Streckenabschnitt von 1,8 Kilometern wird auf der Landesstraße zwischen Elnrode und Schlierbach erneuert. Und ebenfalls ein kurzer Abschnitt von 1,2 Kilometern wird auf der Landesstraße zwischen Reptich und Gilsa in Angriff genommen. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt zwei Millionen Euro.

Großbaustelle A 49: Ab Oktober soll die Anschlussstelle der A 49 bei Bischausen in Richtung Kassel wieder für den Verkehr freigegeben werden. Im Sommer 2022 soll dann auch der Verkehr in Richtung Süden fließen und die Anschlussstelle Schwalmstadt freigegeben werden. Dafür finden aktuell die letzten Asphaltarbeiten auf einer Länge von elf Kilometern zwischen Bischausen und Treysa statt. Die Arbeiten an der Bischhäuser Brücke der A 49 seien weitestgehend abgeschlossen, weshalb einer Freigabe im Oktober nichts im Wege stünde. Zuletzt ist auch die Straße bei Waltersbrück für die Autobahnauffahrten verlegt worden. 250 Millionen Euro sind für den Streckenabschnitt zwischen Treysa und Neuental-Bischhausen vorgesehen. (Linett Hanert)

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