Endgültige Entscheidung zum Vorhaben soll im März fallen

Planungen für neuen Standort der Raiffeisenbank in Neuental-Bischhausen nicht vom Tisch

Vor einer Bankfiliale stehen viele Menschen , der vorderste zeigt aufs Gebäude.
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Aus der Bankfiliale wird jetzt ein Ärztehaus: Beim Ortstermin zeigten sich Christof Wehrum, Vorstand Raiffeisenbank Borken, Christina Grog vom Bauamt, Ärztin Amöne Meyer-Rüdiger, Architekt Ulrich Lenk, Bürgermeister Philipp Rottwilm, Landrat Winfried Becker, Tatjana Grau-Becker von der Wirtschaftsförderung des Landkreises und Sonja Pauly von der Regionalentwicklung Schwalm-Aue angetan vom Projekt.

Die Raiffeisenbank will an ihrem geplanten Standort in Bischhausen-Neuental festhalten. Bereits im Frühjahr vergangenen Jahres hat die Bank ihre Filiale in Zimmersrode geschlossen. Seitdem ist es ruhig geworden um das weitere Vorhaben.

Die Raiffeisenbank will an ihrem geplanten Standort in Bischhausen-Neuental festhalten. Bereits im Frühjahr vergangenen Jahres hat die Bank ihre Filiale in Zimmersrode geschlossen. Seitdem ist es ruhig geworden um das weitere Vorhaben. In der ehemaligen Filiale in Zimmersrode entsteht aktuell ein Ärztehaus. Die Situation für Neuentaler Kunden der Bank ist indes alles andere als glücklich. Zwar können sie kostenlos Geld in der Filiale der Kreissparkasse in Zimmersrode abheben, aber Geld einzahlen ist nicht möglich. Das bemängelt auch Neuentals Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm.

Christof Wehrum

Besonders für Gewerbetreibende sei die Situation nicht zufriedenstellend. Für Anliegen dieser Art und weitere Bank-Angelegenheiten müssen Kunden nach Bad Zwesten oder Jesberg fahren, sagt Rottwilm.

Zuletzt gab die Bank bekannt, dass im Gewerbegebiet in Bischhausen auf dem Gelände der Raiffeisentankstelle eine kleine Zweigstelle entstehen soll. Ein Entschluss ist aber noch nicht endgültig gefallen, erklärt nun Christof Wehrum, Vorstandschef der Raiffeisenbank Borken Nordhessen. Die Entscheidung soll Mitte März getroffen werden, wenn der Aufsichtsrat tagt. „In welcher Form unser Standort in Neuental gesichert wird, entscheidet sich dann“, sagt Wehrum. Gespräche mit der Kreissparkasse als möglicher Partner laufen. Sie soll nach Möglichkeit ebenfalls im neuen Standort in Bischhausen Automaten aufstellen. Denkbar ist eine Nutzung der Räume nach dem Muster in Jesberg, wo sich beide Banken ein Gebäude teilen. Was die Situation der Neuentaler Kunden angehe, so mussten diese auch früher für Beratungen andere Standorte aufsuchen.

In diesem Zuge weist Wehrum auf die steigenden Verwaltungskosten hin. „Das ist bei allen Banken ein Thema.“ Auch die Bargeldentsorgung sei heikel. Ein Auszahlungsautomat koste allein in der Anschaffung 18 000 Euro – ein Ein- und Auszahlungsautomat gleich das Doppelte, so Wehrum. „Wir wollen weiterhin für unsere Kunden da sein“, sagt er. Wie, sei noch offen. Nach der Aufsichtsratssitzung könne mehr gesagt werden.

Bislang lautete der Plan der Bank, dass im Gewerbegebiet in Bischhausen auf dem dortigen Gelände der Raiffeisentankstelle eine kleine Zweigstelle entstehen soll. In dem Gebäude mit einem Grundriss von 7,50 mal neun Meter wird es laut Wehrum einen Bereich für Bankautomaten geben. Dazu ein Beratungszimmer, eine Teeküche und Toiletten. Nach den Plänen Wehrums könnten dort auch die Automaten einer anderen Bank aufgestellt werden.

Von Linett Hanert

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