Barrierefreier Zugang

Rathaussanierung in Neuental: Erweiterung der Tempo-30-Zone möglich?

Eine Rampe soll den Zugang zum Neuentaler Rathaus barrierefrei machen: Dafür muss ein Teil der Hauptstraße zurückgebaut werden. Es gibt außerdem die Überlegung, durch ein Tempo-Limit den Verkehr rund ums Rathaus zu beruhigen.
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Eine Rampe soll den Zugang zum Neuentaler Rathaus barrierefrei machen: Dafür muss ein Teil der Hauptstraße zurückgebaut werden. Es gibt außerdem die Überlegung, durch ein Tempo-Limit den Verkehr rund ums Rathaus zu beruhigen.

Schon bald erstrahlt das Neuentaler Rathaus in neuem Glanz. Rund 835 000 Euro kostet die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes. Das Gerüst ist abgebaut, die Außenfassade neu gestrichen. Jetzt stehen die Arbeiten für den barrierefreien Zugang an.

Und mit dem Start dieses Bauabschnittes kam die Frage einiger Gemeindevertreter auf, ob an der Hauptstraße die Tempo-30-Zone erweitert werden soll. Der Gemeindevorstand ist nun beauftragt, das zu prüfen.

Die Kosten für den barrierefreien Eingang inklusive Wegearbeiten liegen laut Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm bei knapp 76 500 Euro. 43 000 Euro fördert das Land und weitere 21 000 Euro der Bund. Für die Arbeiten des neuen Zugangs war zunächst die Zustimmung der Gemeindevertreter erforderlich. Denn: Für die Rampe, die zum Teil um das Gebäude führt, muss der Fußweg bis zur Kreuzung Am Teich verlegt und ein kleiner Teil der Hauptstraße zurückgebaut werden.

Bedenken, dass wegen der Fahrbahnverengung der Begegnungsverkehr in der Hauptstraße in Zukunft problematisch werden könnte, gebe es nicht, so Bürgermeister Rottwilm. Christian Lingemann (BL) hatte sich diesbezüglich geäußert. „Mich interessiert, ob die Kurve der Hauptstraße auch weiterhin für zwei Autos breit genug ist.“ Das Vorhaben sei mit Hessen Mobil abgesprochen. An der engsten Stelle betrage die Fahrbahnbreite etwas mehr als sechs Meter, „sodass sich Lastwagen und Auto in diesem Bereich kreuzen können“, erklärte Rottwilm.

Hartmut Zülch (SPD) gab dann den Anstoß zur Temporegulierung: „Das Rathaus wird saniert, gegenüber entsteht ein Ärztehaus und auch der Park hinter dem Rathaus soll auf Vordermann gebracht werden. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es in diesem Umfeld mehr Publikumsverkehr geben wird. Eine Temporegulierung oder eine verkehrsberuhigte Zone wäre sinnvoll.“ Die Überlegung stieß auf Zustimmung weiterer Gemeindevertreter.

Für solche verkehrsrechtlichen Anordnungen sind Polizei und Verkehrsbehörde zuständig. Im Fall von Neuental wäre das der Schwalm-Eder-Kreis. Entscheidend dabei sei: Für die Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h muss immer ein konkreter Grund vorliegen.

Die Einrichtung sei zudem nur für weniger befahrene Straßen zulässig. Die Voraussetzungen für eine Tempo-30-Zone sind in Paragraph 45 der Straßenverkehrsordnung geregelt. Gründe wären die zu gewährleistenden Verkehrssicherheit oder um so die Anwohner vor Lärm oder Abgasen zu schützen. „Liegen entsprechende lokale Gegebenheiten vor, kann statt Tempolimit 50 eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h angeordnet werden“, heißt es dazu in der Straßenverkehrsordnung.

Von Linett Hanert

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