5000 Euro Förderung

Römersberger gestalteten Bolzplatz in Eigenregie

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Es gab viel zu tun: Auf dem neuen Römersberger Bolzplatz wurde ein spezieller Grassamen ausgebracht, der mit dem kargen Boden zurechtkommt.

Wenn alles klappt, können die Römersberger im kommenden Jahr auf ihren neuen Bolzplatz am Ortsausgang wieder kräftig Fußballspielen.

Denn der Ortsbeirat hat, gemeinsam mit zahlreichen Helfern, den alten Platz neu angelegt. Jetzt umgibt ihn ein rot-weißes Band, damit niemand über das eingesäte Gras geht.

Die Idee, den alten Bolzplatz voller Unebenheiten und übersät mit Löchern wieder auf Vordermann zu bringen, sei im Ortsbeirat entstanden, sagt Ortsvorsteher Uwe Heintzemann. Dazu kam, dass über das Förderprogramm der Landesregierung „Starkes Dorf – wir machen mit!“ Projekte dieser Art gefördert werden. So habe der Ortsbeirat einen Antrag gestellt. Das Projekt trug den Titel „Wiederherstellung des Mehrgenerationen-Bolzplatzes für unsere jungen und alten Sportler“.

In dem Antrag beschrieb der Ortsbeirat, dass auf dem in die Jahre gekommenen Bolzplatz früher stets Fußball gespielt wurde. Inzwischen aber sei der Platz so uneben und löchrig, dass die Spieler um ihre Gesundheit fürchten mussten. Ziel sei es deshalb einen neuen Platz anzulegen und auf dem gleichen Areal ein Volleyballfeld aufzubauen. All das soll der Festigung der Dorfgemeinschaft dienen, sagt Heintzemann.

Doch nicht an den Ortsbeirat durfte das Fördergeld ausgezahlt werden, sondern dafür wurde eine Bolzplatzinitiative gegründet. In der wirkten die Gemeinde, die Feuerwehr, der Schützenverein sowie der Ortsbeirat mit.

Im August kam die Bewilligung: 5000 Euro standen für den Römersberger Bolzplatz bereit. „Die Summe reichte natürlich nicht, um eine Firma mit den Arbeiten zu beauftragen“, sagt Heintzemann. Deshalb war der Einsatz der Dorfgemeinschaft gefragt. Und das funktionierte auch.

Landwirte rückten mit ihren Schleppern an, um den Boden aufzureißen. Im nächsten Schritt wurden das Graswurzelwerk entfernt und die Steine abgelesen. Trotz des Maschineneinsatzes der vier bis fünf Landwirte war „noch allerhand Handarbeit nötig“, sagt Heintzemann. Als der neue Platz soweit vorbereitet war, rückte eine große Maschine der Firma an, die gerade die Autobahn baut, um den Platz auf einem Niveau auszurichten und den Mutterboden über dem kargen Untergrund gleichmäßig zu verteilen.

Im letzten Schritt wurde ein spezieller Grassamen ausgebracht, der mit dem wenig fruchtbaren Boden zurechtkommt. Jetzt muss das Gras im Frühjahr nur noch wachsen, damit die neuen Tore aufgestellt werden können und das Fußballspielen beginnen kann.

Für Ortsvorsteher Heintzemann ein gelungenes Projekt, das die Dorfgemeinschaft gestärkt hat.

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