Bischhäuser Gewerbegebiet

Zweiter Anlauf für einen Supermarkt: Freitag fällt die Entscheidung

Neuental. Mit einem Federstrich hatte im Juni 2013 der Zentralausschuss der Regionalversammlung fünf Jahre Arbeit der Gemeinde Neuental zunichte gemacht. Er hatte den Bau eines Einkaufsmarktes im Gewerbegebiet Bischhausen abgelehnt. Doch damit gab sich die Gemeinde nicht zufrieden, klagte, gewann und nun muss sich am Freitag, 11. Dezember, der Ausschuss abermals damit befassen.

In trockenen Tüchern schien die Ansiedlung eines Einkaufszentrums im Bischhäuser Gewerbegebiet. Alle Pläne lagen auf dem Tisch, ein Investor stand bereit und ein Hauptmieter wartete nur noch auf den Einzug. Die Genehmigung durch den Zentralausschuss war der letzte Mosaikstein. Doch der fehlt bis heute. Nun hofft Bürgermeister Kai Knöpper, dass im zweiten Anlauf das Sondergebiet Einkauf genehmigt wird. „Ich setze da auch auf die Mandatsträger aus unserem Landkreis“, sagt Knöpper.

Um ihr Ziel zu untermauern, hat die Gemeinde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Das bestätigt, dass Neuental bei Lebensmitteln unterversorgt sei. Negative Auswirkungen durch den Bau des Marktes auf die umliegenden Kommunen seien nicht zu befürchten. Und so widersprachen sie den Neuentaler Plänen nicht. Bis auf Jesberg. Dort fürchtet man offensichtlich Konkurrenz vom Markt auf der grünen Wiese neben der Tankstelle in Bischhausen.

Der soll nach den Vorstellungen der Gemeinde insgesamt 2100 Quadratmeter groß sein. Unterkommen sollen dort ein Lebensmittel- und Getränkemarkt mit 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche und ein Drogeriemarkt mit 400 Quadratmetern. Auf 210 Quadratmetern wäre Platz für Bäcker, Metzger und Tabakwaren.

Stimmen die Mitglieder des Zentralausschusses am Freitag für das Sondergebiet Einkauf, könnte mit dem Bau bald begonnen werden. „Bei einem positiven Votum rechne ich mit einem Bauantrag in vier Wochen“, sagt Knöpper.

Dem Projekt zugestimmt hat schon vor drei Jahren das Regierungspräsidium. Unter raumordnerischen Gesichtspunkten sei es vertretbar. Auch würden die Grundzüge des Regionalplans nicht berührt, hatte das Regierungspräsidium damals in seiner Stellungnahme geschrieben und sich der Ansicht der Gemeinde angeschlossen. Die hatte ihre Pläne mit einer Unterversorgung bei Lebensmitteln begründet. Und daran habe sich nach Darstellung Knöppers nichts geändert.

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