Neuer Landrat: Noch wird viel spekuliert

Schwalm-Eder. In einer außerplanmäßigen Kreistagssitzung, die noch ganz von den Eindrücken um den Tod von Landrat Frank-Martin Neupärtl geprägt war, ist am Montag in Borken Winfried Becker für weitere sechs Jahre in sein Amt als Erster Kreisbeigeordneter eingeführt worden.

Vieles deutet darauf hin, dass der Guxhagener aber auch der Kandidat der SPD für den neu zu besetzenden Landratsposten sein könnte.

Eine Stellungnahme wollte der SPD-Unterbezirksvorsitzende Dr. Edgar Franke dazu am Rande der Kreistagssitzung nicht abgeben. Es gebe ein parteiinternes Nominierungsverfahren, das am Freitag, 9. Januar, ende. Der Kandidat werde dann vom SPD-Unterbezirksparteitag am 17. Januar nominiert. Becker selbst hatte kürzlich eine Stellungnahme zu einer Kandidatur abgelehnt. SPD und FWG stellen im Kreistag die Mehrheit.

Auch die CDU-Fraktion hält sich bezüglich einer Kandidatur bedeckt. Auf die Frage, ob er selbst sich eine Bewerbung vorstellen könnte, antwortete Mark Weinmeister, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, ausweichend. „Es gibt viele gute Kandidaten“, sagte er. Die CDU werde Gespräche mit anderen Kreistagsfraktionen führen, erklärte der Staatssekretär. Für Samstag, 10. Januar, sei ein CDU-Kreisparteitag zur Nominierung geplant. Der CDU-Kreisvorsitzende Bernd Siebert hatte kürzlich deutlich gemacht, dass die Christdemokraten auf jeden Fall einen Kandidaten benennen werden. Die Bewerbungsfrist läuft bis 22. Januar.

Klarheit gibt es bezüglich des Wahltermins. Gewählt wird am Sonntag, 29. März. Das hat der Kreistag am Montag einstimmig beschlossen. Termin für eine Stichwahl wäre Sonntag, 19. April.

Die FDP machte im Gespräch mit der HNA deutlich, dass sei keinen eigenen Kandidaten aufstellen werde. Ähnlich äußerten sich auch die Grünen, die Gespräche mit CDU und SPD führen wollen.

Von Heinz Rohde

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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