Jesberger Gemeindevertreter bewilligten Geld für dringende Sanierung

Neues Kleid für die Brücke

Jesberg. Für die Landwirtschaft ist sie unersetzlich, die Brücke nahe der Kläranlage bei Jesberg in der Mehlstäube. Gerade in der Erntezeit rollen die schweren Trecker und Maisfahrzeuge über das Konstrukt. Die Folge der Belastung: Der Holzaufbau ist vollkommen marode.

Daher beschlossen die Jesberger Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Montag in Elnrode/Strang, das Bauwerk zu sanieren. Das Geld soll in den neuen Haushalt 2015 eingestellt werden.

„Die Verkehrssicherheit auf der Brücke ist gefährdet“, erläuterte Jesbergs Bürgermeister Günter Schlemmer. Der Zustand dulde keinen Aufschub mehr, der Brückenaufbau löse sich auf. Um die Überfahrt über die Gilsa für die Landwirtschaft weiter befahrbar zu machen, müsse dringend gehandelt werden. Zudem nutzten einige der Bewohner des Jesberger Neubaugebietes Hopfenberg den Weg als Abkürzung. Im kommenden Jahr soll diese Strecke auch als Umleitung genutzt werden, wenn in Reptich der Kanalbau weitergeht.

Die Unterkonstruktion aus Stahl soll bestehen bleiben. Allein der Aufbau wird erneuert. Die Kosten der bisherigen Planung sind mit 70 000 Euro veranschlagt. Zuschüsse werde es wohl keine geben, die Kommune müsse das allein stemmen, so Schlemmer. Für die Landwirtschaft sei die Brücke unerlässlich, denn so werde der landwirtschaftliche Verkehr von der B 3 genommen. Die Brücke war einst Teil der Eisenbahnstrecke, die aufgegeben wurde.

Wernher von Loewenstein (CDU) regte an, dass die Fahrbahnbreite bestehen bleiben müsse, damit die schweren Lastfahrzeuge die Brücke weiter passieren könnten. Die Breite von 4,30 Metern dürfe auf keinen Fall unterschritten werden. Besser sei es, sie auf 4,50 Meter zu erhöhen.

Durch die Kurve vor der Brücke hätten besonders lange Fahrzeuge schon jetzt Schwierigkeiten beim Einbiegen. Auch Mähdrescher benutzen den Weg. Er riet, den ersten Entwurf nochmals zu prüfen, damit dem Rechnung getragen werden könne.

Für den Moment sei die Brücke aber weiter befahrbar, betonte Bürgermeister Schlemmer.

Von Christine Thiery

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