Niedenstein gegen Rassismus: Es gab keine Berührungsängste

Niedenstein. Mit Trommeln, Fußball und Grüner Soße setzte sich Niedenstein für mehr Integration ein. Zusammen mit Flüchtlingen feierten sie die Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Und das mit viel Erfolg: Unter dem Motto „Alle anders -- alle gleich“ lernten die Teilnehmer sich besser kennen. Berührungsängste gab es bei den Aktionen keine. Vermeintliche Unterschiede wurden beim Kicken mit Flüchtlingen einfach mit Fußball überbrückt. Beim Internationalen Mitmachtrommeln brachten Flüchtlinge den hessischen Teilnehmern ihre traditionellen Tänze bei.

Auch zu lernen gab es jede Menge. Die jüngsten Besucher informierten sich in der Kinder-Uni über internationale Kinderrechte. Die Älteren erfuhren von Referent Helge Horn in einem Vortrag mehr über den aktuellen Rechtspopulismus in Nordhessen.

Zum Abschluss der Internationalen Wochen gegen Rassismus fand ein traditionell nordhessisches Grüne Soße-Essen mit Flüchtlingen statt. Das Team der Kleidertüte hatte die gemeinsame Mahlzeit organisiert.

„Die Angebote waren gut besucht“, berichtete Julia Grunewald-Discher erfreut. Das bunte Programm wurde von der Stadt Niedenstein und dem Arbeitskreis Füreinander -- Miteinander organisiert. „Wir wünschen uns, dass die Niedensteiner aktiv für Toleranz in unserer Stadt einstehen und alle neuen Bürger, egal aus welchem Land sie kommen, Willkommen heißen“, sagte Bürgermeister Frank Grunewald über das Projekt.

Im Sommer soll mit einem Fest der Kulturen am Samstag, 4. Juni, ein weiteres Zeichen gegen Rassismus gesetzt werden. Bei dem Fest werden kulinarische und musikalische Genüsse aus verschiedenen Ländern präsentiert. (max)

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