Baumpaten unterstützen Projekt

6000 Bäume gepflanzt: Niedenstein startet Aktion zur Aufforstung des Waldes

(nh) Melsungen / Forstamt Melsungen / Baum-Pflanzaktion / Foto: M. Delpho
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Wald wohin das Auge reicht: Die Stadt Niedenstein hat eine aktion zur Aufforstung des Waldes gestartet. Unser Foto ist ein Symbolbild

6000 Bäume sind in der Erde: Die große Pflanzaktion der Stadt Niedenstein zur Aufforstung des Waldes war ein Erfolg. 2000 weitere Bäume sollen noch gepflanz werden.

Es sollte ein großes Fest werden, eines, bei dem Baumpaten und Stadt gemeinsam etwas für die Aufforstung des Waldes in Niedenstein tun wollten. Doch die große Pflanzaktion, die die Stadt im Chattengau für April mit zahlreichen Helfern geplant hatte, musste aufgrund der Coronakrise abgesagt werden. Die Setzlinge sind nun trotzdem in der Erde. Dank der tatkräftigen Unterstützung aller städtischen Mitarbeiter, die coronabedingt zu Hause bleiben müssen und so Zeit hatten, um zu helfen.

Gerade einmal eine Woche hat es gedauert, bis 6000 Bäume an der Altenburg in Niedenstein gepflanzt waren. Jeden Tag hätten das Hallenbad-Team, Erzieherinnen und Aushilfen gemeinsam mit Revierförster Harald Hötzel Löcher gegraben und Bäume gesetzt, berichtet Martina Junghans, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus. Selbstverständlich in gebührendem Abstand. Eine Arbeit, die eigentlich die Paten der jungen Bäume hätten übernehmen sollen – gäbe es das Coronavirus nicht.

Buche für Buche wandert in die Erde: Bademeister Ulrich Bachmann bei der Pflanzung. Foto: Mart ina Junghans

„Es ist schade, dass die Baumpaten nicht helfen konnten. Das bedauern wir sehr“, berichtet Junghans. 160 Menschen hätten sich gemeldet, um die Pflanzaktion zu unterstützen. Das war, bevor die Kontaktbeschränkungen erlassen wurden. Jeder Pate sollte ein Schild an seiner Pflanze erhalten, um sie hegen und pflegen zu können. Einen Euro kostete die Patenschaft (HNA berichtete). Ursprünglich wollte die Stadt lediglich 1000 Bäume mit möglichst vielen Menschen pflanzen. Der Zuspruch war so groß, dass aus 1000 schnell 8000 Bäume wurden – und die Stadt noch eine zweite Aufforstungsfläche bereitstellen musste.

Für die 12 000 Quadratmeter Fläche an der Altenburg hat Revierförster Harald Hötzel laut Junghans Esche, Kirsche, Buche und Eiche ausgewählt. „Bodenbeschaffenheit wie Feuchtigkeit und Säuregehalt hat er als Basis genommen“, so Junghans. Deshalb würden auch keine Nadelbäume gesetzt: „Sie kommen mit den Bedingungen am Standort nicht zurecht.“

Diese Fläche sei nun komplett aufgeforstet. Die Bäume sind eingezäunt, um die jungen Triebe vor Rehen zu schützen. „Das sind Feinschmecker“, sagt Junghans. Doch auch in den Nachbarbereichen sei der Forst bereits aktiv geworden, habe Bäume gepflanzt. So sollten nach und nach auch die verbliebenen 2000 Setzlinge in die Erde gebracht werden.

Angesichts der Trockenheit denke die Stadt derzeit über Strategien nach, um allen Pflanzen das Überleben zu sichern. Eine davon: Sollte es auch in den nächsten Tagen nicht regnen, überlege man, Wasserbehälter aufzustellen, damit die Paten ihre Bäume wässern könnten.

Und sobald es die Pandemie zulässt, soll auch das Baumpatenfest nachgeholt werden, sagt Junghans. Dann ist es den Unterstützern zwar nicht mehr möglich, ihre Bäumchen zu setzen. Doch zumindest die Patenschaftsschilder sollen sie selbst anbringen können.

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