Brandserie in der Weißenthalsmühle: BGH verwirft Revision

Brandserie: Beim ersten Brand der Mühle im Jahr 2008 war diese völlig zerstört worden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Archivfoto: Dewert

Niedenstein/Kassel. Vor über zwei Jahren fiel das Urteil im Prozess um die Brandserie in der Weißenthalsmühle, jetzt ist das Urteil rechtskräftig.

Das teilte der Präsident des Amtsgerichts Kassel, Wolf Winter, der HNA mit.

Der Bundesgerichtshof Karlsruhe habe die Revision des Angeklagten Jürgen K. und der Staatsanwaltschaft Kassel als unbegründet verworfen (2 StR 629/13). Der Angeklagte Volker G. habe seine Revision zurückgenommen.

2013 hatte das Kasseler Landgericht im Prozess um die Brandserie Weißenthalsmühle zwischen Kirchberg und Wichdorf sein Urteil gefällt

Der Besitzer des Campingsplatz-Anwesens, Volker G., war 2013 vom Vorwurf freigesprochen worden, er habe den Brand im Mühlengebäude selbst gelegt und zwei weitere Brände in Auftrag gegeben, um seine Versicherung zu betrügen.

Den Angeklagten Jürgen K. - der zwei Brandlegungen gestanden, aber behauptet hatte, von G. beauftragt worden zu sein - hatte das Gericht zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. K. ist unter anderem wegen Brandstiftung und falscher Beschuldigung vorbestraft. Der zuständige Staatsanwalt aber hatte seine Schilderungen für glaubwürdig befunden. Er legte Revision ein, die jetzt abgelehnt wurde. In Karlsruhe wurde die Seite der Staatsanwaltschaft von der Bundesanwaltschaft vertreten. Diese übergeordnete Behörde gibt Stellungnahmen zu allen Revisionsanträgen ab, wenn sie die Akten an den BGH weiterreicht.

Von Maja Yüce und Katja Schmidt

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