Vorschlag der FWG

Bürgermeisterwahl in Niedenstein: Grunewald tritt an

Tritt in Niedenstein an: Frank Grunewald (52) will Bürgermeister werden. Foto:  Lange-Michael

Niedenstein. Sein Herz schlägt für die nordhessische Heimat. Auch wenn er seit neun Jahren im niedersächsischen Salzgitter arbeitet. Frank Grunewald will es deshalb wagen und tritt im nächsten Jahr bei der Wahl zum neuen Niedensteiner Bürgermeister an.

Am gestrigen Sonntag hat ihn die Freie Wählergemeinschaft (FWG) als Vorschlag für das Amt benannt, das nach der Absage Werner Langes für eine weitere Amtszeit neu besetzt werden wird.

Der 52-jährige Diplom-Ökonom, der nach dem Abitur an der Fritzlarer KHS 1981 in Kassel Wirtschaftswissenschaften studiert und mehr als 20 Jahre für die Bruderhilfe in Kassel gearbeitet hat, zuletzt als Prokurist, möchte sich für seine Stadt engagieren. „Es lohnt sich, für Niedenstein und seine Menschen zu arbeiten“, ist er überzeugt. Als sich dann nach Langes Ankündigung im Sommer eine Perspektive ergab und die FWG auf ihn zukam, zögerte Grunewald nicht.

„Wir sind schließlich Chatten, die haben noch nicht einmal bei der Völkerwanderung mitgemacht.“

Allerdings macht er auch deutlich, dass seine politischen Ambitionen auf Niedenstein beschränkt bleiben: Dort möchte er etwas bewegen. In einer anderen Stadt würde er nicht bei einer Wahl zum Bürgermeister antreten. „Wir sind schließlich Chatten, die haben noch nicht einmal bei der Völkerwanderung mitgemacht“, sagt er mit einem Zwinkern und betont seine Verbundenheit mit den Gemeinden im Chattengau.

Die drückt sich aus in seinen zahlreichen Aktivitäten: Neben der Kommunalpolitik war vor allem der Sport in der SG Chattengau sein Hobby. Er spielte lange selbst Fußball, war Jugendfußballtrainer, gehörte dem Vorstand von 1988 bis 2000 an, zuletzt als Vorsitzender. Mitglied ist er auch im Skiclub Ermetheis und im Gebirgs- und Heimatverein.

Dass er mit seiner Familie im Jahr 2005 nach Salzgitter umzog, hatte ausschließlich berufliche Gründe. Als er auch seinen Wohnsitz dorthin verlegte, musste er sein politisches Mandat als Stadtverordneter der FWG abgeben. Fast zehn Jahre gehörte er der Fraktion an und war als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker aktiv. Beschäftigt ist Grunewald, der verheiratet ist und zwei erwachsene Töchter hat, bei der Stadt Salzgitter. Er leitet dort zurzeit den Eigenbetrieb Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik mit über 230 Mitarbeitern. Für seine Wahlbewerbung will er sich im nächsten Jahr für einige Wochen freistellen lassen, um sich intensiv um den Wahlkampf kümmern zu können. Gewählt werden soll am 10. Mai 2015.

Frank Grunewald hofft, dass es bei der Wahl weitere Kandidaten geben wird, „das gehört einfach zur Demokratie“, sagt er. Seine Chance? Schätzt er auf fifty-fifty. Aber erhofft, die Mehrheit der Niedensteiner überzeugen zu können. Damit will er schon bald anfangen.

Von Ulrike Lange-Michael

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