Ehemalige Rewe-Immobilie in Niedenstein: Edeka Hessenring kauft Grundstück

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Leere Gebäude im einstmals geplanten „Neuen Zentrum“ Niedensteins an der Goethestraße: Die Gewerbeimmobilien, die der Rewe-Supermarkt gepachtet hatte, sollen vermutlich von den neuen Eigentümern abgerissen werden. Edeka will dort investieren.

Ende des Leerstands ist in Sicht -  Kreissparkasse zieht um

Niedenstein. Leere Gebäude. Ungepflegte Parkflächen. Eingetretene Scheiben. Besprühte Wände. Hier und da Müll und Abfall. Es sieht traurig aus, das Gelände mit den Gebäuden des früheren Rewe-Supermarktes und anderer Läden an der Niedensteiner Goethestraße. Mitten im einmal geplanten „Neuen Zentrum“ des Städtchens – eine Brache. Und das schon seit mehr als zehn Jahren.

Jetzt haben die Bemühungen von Bürgermeister Frank Grunewald, etwas an der desolaten Situation zu ändern, offenbar Erfolg. Denn es gibt mit der Edeka Hessenring aus Melsungen einen solventen Partner, der den gesamten Komplex von dem jetzigen Eigentümer erwerben und dort einen großen neuen Einkaufsmarkt installieren will.

Edeka hat gekauft

Gerüchte in diese Richtung, die in Niedenstein kursierten, bestätigten jetzt Bürgermeister Grunewald und Edeka-Chef Hans-Richard Schneeweiß. „Wir haben das Grundstück mit den Immobilien von dem bisherigen Eigentümer gekauft“, sagte Schneeweiß im Gespräch mit der HNA.

Seit über zehn Jahren ungenutzt: Im Schatten des Hessenturms (im Hintergrund) wurden die leer stehenden Gebäude immer unattraktiver. Jetzt gibt es gute Neuigkeiten.

Verhandlungspartner und bisheriger Eigentümer war eine ausländische Grundstücksgesellschaft, deren Pachtvertrag mit Rewe Ende Januar auslief und für die die Immobilie keinen Wert mehr hat. „Das ist alles abgeschrieben“, sagt Grunewald. Bis Ende Januar hat die Gesellschaft nach HNA-Informationen 15.000 Euro Pacht monatlich kassiert.

Die Edeka würde gerne, so Schneeweiß, zusätzlich zum schon erworbenen ein dahinter liegendes Grundstück kaufen. Damit sei die erforderliche Grundstücksgröße für einen großen Markt mit 1900 Quadratmeter erreicht.

Die alten Gebäude sind nicht zu nutzen und sollen abgerissen werden, sie seien auch energetisch nicht mehr zeitgemäß, hieß es. Dann wird auf dem Gelände ein komplett neuer Markt errichtet. Aus dem bisherigen Edeka soll auf den 1200 Quadratmetern ein Getränkemarkt werden.

"Positive Botschaft"

Für die Stadt sei die Botschaft, wenn alles komme wie geplant, ausgesprochen positiv, meint der Bürgermeister: Der Leerstand wird beseitigt, es gibt einen potenten Investor und auch für den jetzigen Betreiber jetzigen Marktes sieht die Perspektive gut aus. Er kann weitermachen in dem neuen Edeka-Markt.

Voraussetzung für die Realisierung ist die Zustimmung der Regionalversammlung zu einer Anpassung des Sondergebiets großflächiger Einzelhandel, das sich die Verkaufsfläche deutlich erhöhen soll.

Auch für das unbebaute Grundstück auf der anderen Seite der Goethestraße, das ebenfalls der Edeka gehört, gibt es gute Nachrichten: Die Kreissparkasse kann sich vorstellen, dort ein Gebäude mit einer neuen Filiale zu errichten. Das bestätigte Sparkassen-Vorstand Thomas Gille.

„Wenn das Projekt Supermarkt wie geplant realisiert wird, dann haben wir Interesse, an einen attraktiven und hochfrequentierten Standort zu gehen“, so Gille gegenüber der HNA. Ein Neubau habe auch Vorteile hinsichtlich der Barrierefreiheit. Die bisherige Filiale am Obertor, die ohnehin umgebaut werden müsste, würde verlegt, es bleibe aber bei einer Zweigstelle mit Personal.

In Besse habe man ähnlich gehandelt, dort habe sich die Lösung bewährt und Kunden hinzugewonnen.

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