Liegewiese voll besetzt

Ein Abend vor der Leinwand: Sommer-Wanderkino zu Gast in Niedenstein

Birgit und Harald Kranz sitzen in Campingstühlen vor der Leinwand im Niedensteiner Schwimmbad.
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Warten darauf, dass der Film startet: Birgit und Harald Kranz.

Ganz groß stieg die Stadt Niedenstein ins diesjährige Programm ein. Gemeint ist die lange nicht erlebte Menschenmenge, die sich vor der Leinwand auf der Wiese am Hallenbad einfand.

Niedenstein - Gespannt warteten die Besucher auf den Start des Films „Rosas Hochzeit“. Er stammt von der spanischen Regisseurin Icíar Bollaín und kam Anfang Juli in die deutschen Kinos.

Stolz gewährt Kinotechnikdienstleister Frieder Bähr einen Blick auf die in seinem Spezialfahrzeug eingebauten Geräte. Der Film wird in den Server eingelegt und dann verschlüsselt an den Projektor geschickt. So werden Raubkopien verhindert. Aufblasbar ist die Airscreen-Leinwand mit einer Größe von zwölf auf acht Meter. Schon Bährs Eltern zogen ab 1954 über das Land. In den Tanzsälen der Dorfkneipen zeigten sie Filme.

Zur Bildung der Zuschauer diente Fox’ tönende Wochenschau, eine wöchentlich neu produzierte Zusammenstellung von Filmberichten über politische, gesellschaftliche, sportliche und kulturelle Ereignisse. In der Pause verkaufte das „Fräulein“ mit Bauchladen einzeln Bonbons und Zigaretten.

Kümmern sich um die Organisation: von links Ulrike Schuhmacher, Frieder Bähr und Martina Junghans.

Beim Sommerkino in Niedenstein fiel der geplante Vorfilm für diesen Abend aus. Gezeigt wurde stattdessen ein Projekt von Susanne Götze und Michel Fickinger vom Bulliwood Verein aus Metze: „Überraschender Einsatz“ heißt der neueste Film, gedreht mit Kindern und Jugendlichen und der Unterstützung der Feuerwehr. Nach einem freien Platz auf der Schwimmbadwiese mussten die Gäste etwas suchen. Bereits die Kartenvorbestellungen waren zahlreich. Das freute die Organisatorinnen Ulrike Schuhmacher vom Kino Capitol aus Witzenhausen und Martina Junghans. Gudensbergs Bürgermeister Frank Grunewald eröffnete den Abend mit einer kurzen Ansprache.

Sozusagen auf den besten Plätzen, vorn an der Leinwand, hatten es sich die Freundinnen Nicole Stöhr und Nicole Löchel-Tschirner auf einer Decke bequem gemacht. Endlich mal wieder Menschen sehen und dazu in dieser besonderen Atmosphäre, meinten sie.

Birgit und Harald Kranz freuten sich auf gute Unterhaltung. Dann begann der Film. Die Heldin rannte hinein in die Story. Entspannt ließ sich das Publikum mitziehen in die Welt des Leinwandmärchens, umgeben von hohen Bäumen in freier Natur. (Michael Meinicke)

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