Domizil für Niedensteiner Feuerwehren

Feuerwehr Niedenstein: Neuer Stützpunkt kostet 2,7 Millionen Euro

So soll der neue Feuerwehrstützpunkt von der Goethestraße aus aussehen: Das Gebäude mit Übungsturm wird auf dem Gelände der heutigen Streuobstwiese an der Einmündung der Landesstraße nach Wichdorf errichtet und hat Platz für sechs Fahrzeuge. Zeichnung: Roller-Architekten Kassel

Ein Projekt, an dem in Niedenstein seit Jahren gearbeitet wird, soll realisiert werden. Die Stadtverordneten stimmten den Plänen für den neuen Feuerwehrstützpunkt zu.

Er soll auf dem Grundstück an der Einmündung der Goethestraße und der Landesstraße Metze-Wichdorf entstehen.

„Wir haben uns für das am besten geeignete Grundstück entschieden“, betonte Bürgermeister Frank Grunewald. Trotz mancher Probleme, etwa mit der Streuobstwiese, die geschützt ist, gab es im Herbst 2018 die Erlaubnis für den Bau vom Regionalausschuss beim RP.

Die Pläne der Roller-Architekten aus Kassel sehen ein zweistöckiges Gebäude vor, das knapp 1000 Quadratmeter Nutzfläche bietet, jeweils etwa die Hälfte für die Verwaltung (Büros, Umkleiden, Schulungsräume) und die Fahrzeughalle mit sechs Stellplätzen.

Maximal ist Raum für 94 Aktive der Einsatzabteilungen und 54 Mitglieder der Jugendfeuerwehren vorgesehen. Zurzeit gibt es in den Wehren von Niedenstein und Wichdorf 74 Aktive und 39 Kinder und Jugendliche. „Wir planen für die Zukunft, auch andere Stadtteilwehren könnten dort untergebracht werden“, sagte Grunewald.

Mit 2,72 Mio. Euro Kosten gehört der Feuerwehrstützpunkt zu den größten Einzelinvestitionen der Stadt Niedenstein. Es wird mit einer Planungs- und Bauzeit von 15 bis 16 Monaten gerechnet.

Kritisch angemerkt wurde von einigen Stadtverordneten, dass das Land Hessen lediglich 390 000 Euro als Förderung zahlen wird. „Das ist nicht mehr zeitgemäß“, sagte Marco Kollmann (SPD). Er betonte, dass das Gebäude kein Geschenk an die Feuerwehren sei, sondern wichtig für die Sicherheit der Menschen in Niedenstein. Die Fördersumme bezeichnet auch Frank Metzler (CDU) als „lächerlich“.

Es gehe um viel Geld, das habe ihn manchmal auch den Schlaf geraubt, sagte Manfred Dittmar (FWG). Aber das Projekt sie für ihn alternativlos. Von dem zentralen Standort aus könnten die Feuerwehr alle Stadtteile gut erreichen. Er kritisierte das Land Hessen, das Vorschriften mache. aber nur 14,34 Prozent der Kosten mittrage. Den Rest müsse die Stadt allein finanzieren.

Für Jörg Warlich (Grüne) wurden mit dem Neubau die Weichen richtig gestellt.

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