Niedensteiner und Wichdörfer stellten Verletzte dar 

Feuerwehren und Rettungsdienste probten Ernstfall in Niedenstein 

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Probten den Einsatz nach einem Busunfall: Von 28 Fahrgästen wurden 13 schwer verletzt und mussten mit Tragen transportiert werden. 

Niedenstein. Ein Bus und ein Auto kollidieren auf einer Landstraße, mehr als 20 Personen sind verletzt: Dieses Szenario wurde am Wochenende zwischen Niedenstein und Wichdorf geprobt. 

Ein Unwetter mit Starkregen und Sturmböen sorgt für einen Verkehrsunfall mit 25 Verletzten, als ein Reisebus und ein Auto kollidieren. Dieses Übungsszenario stellte verschiedene Feuerwehren und Rettungskräfte am Samstag vor extreme Herausforderungen. Für die Übung wurde die Landstraße zwischen Niedenstein und Wichdorf von 8 bis 18 Uhr gesperrt. 

Ziel der Übung war, die Zusammenarbeit der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes im Schwalm-Eder-Kreis weiter zu verbessern, um im Ernstfall vorbereitet zu sein, heißt es in einem Bericht der Feuerwehr Niedenstein. An der Übung am Wochenende nahmen auch Bürger teil, die als Reisende in dem Bus Platz nahmen. Teilgenommen haben Feuerwehren der Stadt Niedenstein, Homberg und Ziegenhain, die Technische Einsatzleitung und der Rettungsdienst des Schwalm-Eder-Kreises, darunter Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes.

Kollidierte mit einem Auto: ein Reisebus mit vielen Insassen. 

Jede Abteilung war für eigene Aufgaben zuständig, doch vor allem auf die Teamleistung kam es an. Das Szenario sah vor, dass die Verletzten wegen umgestürzter Bäume auf der Straße nicht in Krankenhäuser gebracht und deshalb vor Ort behandelt werden mussten. Darunter gab es 13 Schwerverletzte.

Auch Bürgermeister Frank Grunewald war beim Szenario dabei: Er stellte den Busfahrer dar, der durch ein Verkehrsschild, das durch die Frontscheibe in den Bus eingeschlagen war, schwer verletzt wurde. Dabei war die enge Zusammenarbeit der Notärzte mit der Feuerwehr gefragt. Das Rohr, das laut Drehbuch den Oberkörper durchbohrt hatte, musste so gekürzt werden, dass er aus dem Bus geholt werden konnte.

Teamgeist war ein Muss: Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiteten Hand in Hand bei dem Unfallszenario

Die Feuerwehren Niedenstein mussten außerdem eingeklemmte Personen aus dem Auto befreien. In dem mit einem Bagger demolierten Wagen befanden sich allerdings keine Niedensteiner oder Wichdörfer, sondern Puppen. 

Parallel arbeiteten Einsatzkräfte aus Wichdorf, Ermetheis, Metze und Kirchberg daran, die Fahrgäste aus dem Bus zu befreien. Dafür musste schweres Gerät her: Mit Glas- und Akkusäbelsäge wurde ein großes Loch in die Mitte des Busses geschnitten. So konnten die Fahrgäste auf Tragen aus dem Bus geholt und an die Rettungssanitäter übergeben werden. Erfahrene Führungskräfte beobachteten die Übung, sodass die Abläufe in Zukunft noch mehr verbessert werden können, hieß es im Bericht weiter.

Mussten sich um 25 Verletzte kümmern: die Feuerwehren aus Ziegenhain, Homberg und Niedenstein, die technische Einsatzleitung des Schwalm-Eder-Kreises, der Rettungsdienst Schwalm-Eder-Kreis und das DRK.

Der Linienbus wurde von der Firma Bonte für die Übung zur Verfügung gestellt und von der Firma Damm an den Unfallort transportiert. Das Auto stellte die Firma Scherb und wurde mit einem Bagger der Firma Löber bearbeitet. 

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