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Finanzielle Hilfe für Kirchenumbau: Stadt Niedenstein erhält 207 000 Euro Leader-Förderung für die Renovierung

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Von: Cora Zinn

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Stehen vor der sanierungsbedürftigen Niedensteiner Kirche: von links Oliver Sollbach, Frank Grunewald, Wilfried Schweinebraden, Johannes Böttner, Jürgen Rudolph, Winfried Becker, Werner Lange, Peter Blumenstein, Stefan Cichosz, Herbert Brede und Erich Sommer.
Stehen vor der sanierungsbedürftigen Niedensteiner Kirche: von links Oliver Sollbach, Frank Grunewald, Wilfried Schweinebraden, Johannes Böttner, Jürgen Rudolph, Winfried Becker, Werner Lange, Peter Blumenstein, Stefan Cichosz, Herbert Brede und Erich Sommer. © Cora Zinn

Die Stadt Niedenstein hat 207 000 Euro Leader-Förderung für die Renovierung der historischen Kirche erhalten.

Niedenstein – Die Evangelische Kirche in Niedenstein wird zu einer Kultur- und Wanderkirche: Dafür muss sie aber zunächst renoviert werden. Nun gab es eine Förderung in Höhe von 207 000 Euro aus der Leader-Region Kasseler Bergland für die Sanierung. Dabei handelt es sich um Zuschüsse aus dem Bundesprogramm „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK). Dieses Bundesprogramm unterstützt die Entwicklung ländlicher Räume.

Der Umbau der Kirche soll bis 2027 beendet sein, denn dann feiert das Gotteshaus sein 250-jähriges Bestehen. „Wir wollen eine offene Kirche für alle Menschen in Niedenstein und Umgebung“, sagt Pfarrer Johannes Böttner. Wanderer, die im Habichtswald unterwegs sind, sollen in der neuen Kirche ein breites Angebot mit regelmäßigen Konzerten und Gottesdiensten geboten bekommen. „Sie ist dann täglich geöffnet“, so Böttner.

Landrat Winfried Becker befürwortet eine Kirche als „Haus der Begegnung“

Landrat Winfried Becker lobte den Bauzeichenplan der Niedensteiner Kirche. „Die jetzige Zeit verlangt uns viel ab. Wir müssen wieder mehr in Begegnungen investieren“, so Becker. Dafür sei die Kirche als Haus der Begegnung der geeignetste Ort.

Die Sanierung der Niedensteiner Gotteshaus sei das zentrale Kirchenbauprojekt im Schwalm-Eder-Kreis im Jahr 2023. „Darauf haben wir seit 2006 hingearbeitet“, sagt Pfarrer Böttner.

Kirche in Niedenstein hat Sanierung bitter nötig – Risse in der Wand werden immer mehr

Niedensteins Bürgermeister Frank Grunewald brachte es auf den Punkt: „Es ist an der Zeit für die Sanierung.“ Das stimmt, denn die Risse in der Wand werden immer zahlreicher. Niedensteins Alt-Bürgermeister Werner Lange erinnerte daran, dass sich Dörfer durch ihre historische Kirchen auszeichnen und somit es schlichtweg nötig sei, Schäden zu beheben.

Die Sanierung einer Kirche zu unterstützen, sei aber nur möglich, wenn es sich um ein für die Region beispielgebendes Objekt handele, betonte Oliver Sollbach, Vorsitzender der regionalen Fördergruppe. Diese Voraussetzung sei bei der Niedensteiner Kirche mit ihren Alleinstellungsmerkmalen gegeben. Neben dem Fördergeld der Leader-Region sammelt die Kirchengemeinde Niedenstein Spenden von Bürgern: 60 000 Euro seien bislang zusammengekommen, sagte Pfarrer Böttner, der dafür sehr dankbar ist.

Er habe das Projekt bei der Landeskirche beworben, um mit dem Kirchenerhaltungsfonds die Spenden zu erhöhen: Jeden Euro, der noch bis zum 26. Dezember gespendet wird, verdoppelt die Kirchenbaustiftung. „Das Ziel sind 75 000 Euro. Das wäre schon toll“, hofft Böttner. (Cora Zinn)

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