Weitere Flüchtlinge kommen nach Niedenstein in ehemaliges Gasthaus

Niedenstein. Die frühere Gaststätte Zur dicken Eiche im Niedenstein Stadtteil Ermetheis wird als Wohnunterkunft für Flüchtlinge vom Kreis angemietet. Bereits nächste Woche werden wohl die ersten Asylsuchenden einquartiert.

Die Unterkunft

Das sagte am Freitag der Niedensteiner Bürgermeister Frank Grunewald auf HNA-Anfrage. Die Immobilie, die der Eigentümer eigentlich verkaufen wollte, biete genügend Wohnraum für maximal zwölf Flüchtlinge, sagte Grunewald. Wenn es mehr sein sollten, wären umfangreiche und aufwendige Um- und Ausbauten an dem Haus erforderlich. Das ergab eine Besichtigung des Objekts. „Zunächst werden also nur die ehemaligen Fremdenzimmer genutzt, das restliche Gebäude nicht“, sagte der Bürgermeister. Inzwischen habe der Kreis damit begonnen, die Räume auszustatten mit Betten, Schränken, und so weiter. Bisher, so Grunewald, seien die Flüchtlinge donnerstags gebracht worden, das könne auch jetzt so sein. Er wisse jedoch nicht genau, wann sie kommen werden.

Der Informationsabend

Um die Ermetheiser umfassend informieren zu können, lädt Bürgermeister Grunewald zu einem Informationsabend ein, der am Montag, 16. November, um 19 Uhr im Bürgerhaus Ermetheis beginnt.

Der Arbeitskreis

In Niedenstein gibt es bereits seit Monaten eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen Ferienpark Sauer. Dort leben zurzeit 60 Menschen, in der Regel sind es laut Bürgermeister zwischen 45 und 70, die teilweise schon längere Zeit in Niedenstein sind.

Um sie kümmert sich der Arbeitskreis Füreinander-Miteinander, in dem sich zahlreiche Niedensteiner engagieren. „Das läuft bei uns sehr gut“, sagt Grunewald. Große Probleme habe man mit den Flüchtlingen auch noch nicht gehabt.

Die Kleiderkammer

Der Arbeitskreis hat eine Kleiderkammer ins Leben gerufen, für die es viele Spenden gab. Dort können nicht nur die Flüchtlinge mit Second-Hand-Kleidung versorgt werden, sondern jedermann kann sich dort umschauen, ob er etwas Passendes findet.

Die Betreuerin

Die Stadt Niedenstein engagiert sich auch mit einer hauptamtlichen Stelle. Die eigentlich als Jugendpflegerin eingestellte Julia Grunewald-Discher arbeitet zurzeit zu 90 Prozent in der Flüchtlings- und Betreuungsarbeit, erreichbar ist sie unter Tel. 05624/9993-26.

Das Ev. Freizeitheim

Im Gespräch ist, ob und wann das Freizeitheim der ev. Landeskirche in Niedenstein eventuell verkauft und/oder als Flüchtlingsunterkunft in Frage kommt. Das Landeskirchenamt konnte am Freitag keine Antwort geben.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.