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Weihnachtsstollen aus Kirchberg: Backhausteam verkauft Gebäck am Samstag auf dem Weihnachtsmarkt

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Von: Sascha Hoffmann

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Verwandeln jedes Jahr ihr Backhaus in eine Weihnachtsbäckerei: Manfred Pfaar (von links), Jürgen Frost, Uwe Lecke, Werner Schieweg, Ulrich Bachmann und Fritz Hartmann vom Kirchberger Backhausteam.
Verwandeln jedes Jahr ihr Backhaus in eine Weihnachtsbäckerei: Manfred Pfaar (von links), Jürgen Frost, Uwe Lecke, Werner Schieweg, Ulrich Bachmann und Fritz Hartmann vom Kirchberger Backhausteam. © Sascha Hoffmann

Es ist noch früh am Morgen an dem Morgen kurz vorm ersten Advent, als es mächtig raucht aus dem Schornstein des Kirchberger Backhauses.

Kirchberg – Uwe Lecke und Manfred Pfaar heizen den alten Ofen an, denn zusammen mit ihren Backfreunden vom Geschichts- und Heimatverein haben sie etwas ganz Besonderes vor. Etwa 250 Grad braucht es, um an die 50 Teigrollen in leckere Christstollen zu verwandeln.

Die werden nur wenige Meter weiter von der munteren Männertruppe in der 2018 eröffneten Backstube vorbereitet, die ganz früher mal eine Gemeinschaftsgefrieranlage, später dann das Kirchberger Lädchen war.

Weihnachtsstollen aus Kirchberg: Die Teigreste aus der riesigen Rührschüssel dürfen gern genascht werden

Riesige Mengen Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker, gute Butter, Eier, Quark und einiges mehr haben die Kollegen in der großen Teigmischmaschine zu einer geschmeidigen Masse verarbeitet. „Wir backen nach Hausfrauenart und verwenden ein altes Rezept aus dem Ort“, sagt Lecke und behält die entscheidenden weihnachtlichen Gewürz-Zutaten für sich. „Die bleiben unser Geheimnis“, sagt er grinsend und verrät nur so viel: „Eine gute Portion Rum ist auch drin.“ Den kann man in der gut ausgestatteten Backstube nicht nur riechen, man schmeckt ihn auch, die Teigreste aus der riesigen Rührschüssel nämlich dürfen gern genascht werden.

Der eigentliche Teig ist längst auf der großen Arbeitsfläche mitten im Raum gelandet, wird von Manfred Pfaar Geschichts- und Heimatvereins mit einem Schaber fein säuberlich geteilt und genauestens abgewogen. „Pro Stollen sollen es möglichst exakt 750 Gramm sein“, sagt der Kirchberger und wirft eine Portion nach der anderen in die fröhliche Runde der Weihnachtsbäcker.

Zum Weihnachtsmarkt in Kirchberg gibt es nun pünktlich 50 Weihnachtsstollen

Mehl wirbelt durch die Luft, denn das braucht es, um den Teig kräftig durchkneten zu können, bevor er in die typische Stollenform gebracht auf den eigens für den Ofen angefertigten Blechen landet.

„Wir hatten uns zur 1000-Jahrfeier des Ortes vor drei Jahren vorgenommen, einen 1000 Zentimeter langen Stollen zu backen“, erinnert Uwe Lecke.

Auf dem Foto sind Fritz Hartmann und Uwe Lecke zu sehen.
Auf dem Foto sind sie zwar noch roh, aber am morgigen Samstag, 10. Dezember, kann man die Weihnachtsstollen auf dem Weihnachtsmarkt rund ums Dorfgemeinschaftshaus in Kirchberg kaufen. Hier wurden jeweils zehn Stollen auf ein Blech gelegt und dann von Fritz Hartmann (vorn) und Uwe Lecke ins nahegelegene Backhaus gebracht. © Hoffmann, Sascha

„Da der Ofen aber nicht so lang ist, haben wir fünf je zwei Meter lange Teilstücke angefertigt, und unser Metaller Fritz Hartmann die passenden Stollenwagen, um sie gut transportieren zu können.“ Statt fünf Riesenstollen werde es pünktlich zum Weihnachtsmarkt am Samstag, 10. Dezember, rund ums Dorfgemeinschaftshaus nun 50 kleine Stollen geben, für Kenner des guten Geschmacks ein absolutes Muss zur Weihnachtszeit, sagt Uwe Lecke und erklärt: „Nicht nur die Zutaten machen den guten Geschmack aus, der Stollen muss auch reifen, weshalb wir ihn auch immer rechtzeitig ins Backhaus einschießen.“

Das erklärt dann auch, warum es aus dem Kirchberger Backhaus schon zu Beginn der Adventszeit so mächtig geraucht hatte. (Sascha Hoffmann)

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