Geld von Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und Landesamt für Denkmalpflege

Bald klingt die Orgel wieder: Kirche erhält Geld zur Sanierung der Niedensteiner Orgel

Viele Menschen sitzen auf den Bänken der Niedensteiner Kirche, die saniert werden muss. Die Orgel im Hintergrund muss ebenfalls neu herausgeputzt werden.
+
So soll die Orgel in vier Jahren wieder auf der Empore zu sehen sein.

Dieses Geld sorgt dafür, dass in der Niedensteiner Kirche wunderbare Klänge ertönen: Die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und das Landesamt für Denkmalpflege Hessen (LfDH) schießen für die Sanierung der Niedensteiner Orgel jeweils 10.000 Euro zu.

Niedenstein - Orgelklänge waren seit zwei Jahren nicht mehr in der Niedensteiner Kirche zu hören. Das 1844 fertiggestellte Instrument war komplett ausgefallen und funktionierte nur noch teilweise. Die Carl-Wilhelm-Orgel ist eines der wenigen erhaltenen zweimanualigen Instrumente mit 18 Registern. Sie gilt als eine der größten Orgeln, die in der Orgelbauwerkstatt Wilhelm in Kurhessen gefertigt wurden. In der kurhessischen Orgellandschaft wird das Instrument sogar als besonders wertvoll eingestuft und ist als Denkmal gelistet.

Da sich aber der Holzwurm immer schneller in der Orgel ausbreitete, wurde sie im Oktober vergangenen Jahres von der Orgelbaufirma Mebold abgebaut und am Firmensitz in Siegen von den Spezialisten wieder in den Originalzustand gebracht. Laut Mathias Mebold wird die Orgel zurzeit in Siegen aufgebaut und nach der Klangprüfung wieder eingelagert. Erst nach der Sanierung des Gotteshauses in Niedenstein wird die Orgel in der Kirche wieder aufgebaut und soll auf der Empore wie vor knapp 180 Jahren erklingen.

Für das Gesamtprojekt sind 260.000 Euro veranschlagt und durch die Vermittlung der Mitglieder im Bundestag, Dr. Edgar Franke (SPD) und Dr. Bettina Hoffmann (Grüne), stellte die Bundesregierung aus dem Denkmalschutzsonderprogramm 50 Prozent der Kosten zur Verfügung. Weitere Unterstützung kam jetzt vom Land Hessen und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen: Die jeweils 10.000 Euro überreichte Matthias Haupt für die Restaurierung der Orgel symbolisch mit den Bewilligungsbescheiden. Dazu konnte Pfarrer Johannes Böttner prominente Besucher begrüßen: Zur Übergabe waren unter anderem Professor Dr. Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, Matthias Haupt, Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie Orgelsachverständiger und Konservator Dr. Bernhardt Buchstab vom LfDH. Mit dabei war auch Michael von Bredow, Vorstandsvorsitzender der KSK Schwalm-Eder.

Auch der Kirchenkreis Schwalm-Eder und die Landeskirche unterstützen das Projekt, die evangelische Kirchengemeinde Niedenstein-Wichdorf hat mehr 20 000 Euro für die Sanierung gesammelt, indem sie für vier Register der Orgel Pfeifenpatenschaften vergab. (Rainer Zirzow)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.