Auf Spurensuche

Aus Fans werden Ermittler: Krimi-Event in Niedenstein

Krimi-Schwestern im Einsatz: Eva Kimm (links) und Susanne Suschanka haben den Fundort der Leiche gefunden.
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Krimi-Schwestern im Einsatz: Eva Kimm (links) und Susanne Suschanka haben den Fundort der Leiche gefunden.

Beim Krimi-Event in Niedenstein haben die Teilnehmer anhand von Spuren versucht, ein Verbrechen aufzuklären. Ort des Kriminalfalls war das Hallenbad.

Niedenstein - Eva Kimm und Susanne Suschanka schauen beim Betreten des Niedensteiner Hallenbads ein wenig irritiert. Es mag daran liegen, dass die Kirchbergerinnen mitten in einen Streit zwischen dem kauzigen Gastgeber Egon Schmöllerich (Jörg Dreismann) im rot-weißen Ringelshirt und Reinigungskraft Myriam (Sabine Schwarzer) geplatzt sind.

Schnell wird klar: Kimm und Suschanka sind schon mitten drin im kriminell nassen Vergnügen, das Suschanka ihrer großen Schwester zum 45. Geburtstag geschenkt hat. Die ist leidenschaftlicher Fan von Krimis und in einem besonders spannenden Fall soll sie nun als Mitglied der SOKO Habichtswald ermitteln.

Krimi-Event-Macher Jörg Dreismann und Sabine Schwarzer mit Martina Junghans von der Stadt Niedenstein.

Das ist leichter gesagt als getan, wirkt die Lage beim Event-Dinner „Tote essen keinen Salat ...“ doch zunächst mehr als unübersichtlich. Nur eines steht fest: Ein geheimnisvoller Mordfall hat Niedenstein erschüttert, Ort des Verbrechens ist das Hallenbad-Gelände.

Viel mehr hat auch Schmöllerich nicht beizutragen: „Hier ist was passiert“, sagt er barsch und schimpft auf die Polizei, die alles habe liegen und stehen lassen. Dann verteilt er Ermittlungsbögen, die auf elf zu findende Spuren hindeuten.

Krimi-Event in Niedenstein: Die Spurensuche beginnt

Eva Kimm kann es nicht abwarten, mit der Spurensuche zu beginnen. Es zieht sie raus aufs Freigelände, während andere Ermittler, Schmöllerischs Hinweis folgend, zunächst den Innenbereich unter die Lupe nehmen. Rainer Martin wird gleich am Eingang fündig, glaubt, im zur Frauentoilette umfunktionierten Stillen Örtchen für Männer den ersten Hinweis gefunden zu haben. Doch er täuscht sich, zwar hat er eine Neuerung im Bad entdeckt, doch die ist der Coronakrise geschuldet, nicht dem Fall.

Falsche Spur: Rainer Martin vor der neuen Damentoilette im Niedensteiner Hallenbad.

Die Krimi-Schwestern sind erfolgreicher, denn ihr Instinkt hat sie zu einem eindeutigen Fund geführt, einem blutverschmierten Handtuch. Nun ist ihr kriminalistischer Spürsinn geweckt, mögliche Ablageorte der Leiche werden diskutiert.

Nach und nach ergeben sich die Zusammenhänge beim Krimi-Event in Niedenstein

„Wetten, die liegt da hinten im Gebüsch, wo die Kinder immer spielen?“, mutmaßt Suschanka, deren Schritte immer schneller werden, bis ihrer Schwester ein „Stopp, da ist etwas“ entfährt. Hinter einer Bank sind im Gras die Umrisse eines Menschen zu sehen, offenbar der durch die Polizei bereits abgesicherte Fundort des Opfers.

„Es handelt sich wahrscheinlich um eine erwachsene Person, etwa 1,60 Meter groß, die Tötung erfolgte im Brust-Bauch-Bereich, Blutaustritt durch Schuss oder Messer.“ Kimm fasst zusammen wie ein Profi. Dass sie Woche für Woche „Tatort“ schaut, kommt ihr nun zugute. Ihr Ermittlungsbogen füllt sich – ein blutiger Fußabdruck, diverse Schriftstücke und nicht zuletzt die Tatwaffe, ein Messer im Schwimmbereich. Nach knapp zwei Stunden diskutieren die Ermittlerteams ihre Erkenntnisse, bis feststeht: Der Fall ist gelöst.

„Die Spuren waren gut gelegt und knifflig, man musste stets seinen Geist für neue Theorien und Lösungsansätze offenhalten“, sagt Kimm. Am Freitag, 28. August, soll es eine Wiederholung geben. (Sascha Hoffmann)

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