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Zwischen zwei Gruppen: Metzer Verein Bulliwood dreht Serie – 24 640 Euro Unterstützung vom Land

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Von: Cora Zinn

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Auf dem Foto sind mehrere Menschen zu sehen.
Eine Szene aus dem Kinderzimmer: von links Tonmann Paul, Kameramann Michel Fickinger, Regisseur Tony Glaser und Hauptfigur Bastian (Felix Kurth). Der Metzer Verein Bulliwood produziert die Miniserie „Respekt“ und hat dafür 24 640 Euro Fördergeld vom Land Hessen bekommen. © Cora Zinn

Der Metzer Verein Bulliwood dreht in den Osterferien 2022 eine siebenteilige Miniserie „Respekt“.

Metze – Mit einer Förderung von 24 640 Euro vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst wird der Verein Bulliwood aus Metze für seine siebenteilige Miniserie unterstützt. Die erste Vorsitzende Susanne Götze ist darüber sehr froh: „Mit dem Fördergeld können wir die Drehtage, Technik und Verpflegung für unsere Schauspieler abdecken.“

Entstehung: Susanne Götze und ihr Mann Michel Fickinger beschreiben sich selbst als Künstler. Sie mögen das Schauspiel, die Kameras und Humor. „Seit einigen Jahren entwickeln wir Filmprojekte im ländlichen Raum“, sagt Götze.

Dabei sind bereits 25 Projekte – vorwiegend Kurzfilme – in Nordhessen entstanden. Seit März 2021 arbeitet das Künstlerpaar an der Miniserie „Respekt“. Gemeinsam mit den Schauspielern im Alter zwischen 10 und 16 Jahren haben sie das Drehbuch entwickelt. „Die Jugendlichen haben ihre Ideen eingebracht. Am Ende habe ich alles aufgeschrieben“, so Götze. Ihr Mann kümmert sich um die Kameratechnik.

Insgesamt dreht das Team 51 Szenen. Dabei hält vor allem Jana Riese (23) den Überblick. „Sie ist die Regieassistentin“, sagt Götze. Jana ist in Metze aufgewachsen und studiert Theaterwissenschaften in Leipzig. „Ich helfe allen, wo ich kann“, sagt sie.

Bulliwood aus Metze: Die siebenteilige Miniserie dreht sich um Respekt

Handlung: Die Miniserie dreht sich um Respekt. In der Geschichte muss sich die Hauptfigur Bastian zwischen zwei Freundeskreisen entscheiden: Er ist Mitglied einer Gruppe, die sich vorrangig zum Fahrradreparieren trifft. Maximilian ist der Anführer. Er rutscht in die rechte Szene ab.

Mit der Zeit radikalisiert er sich immer mehr und versucht, seine Freunde auch mitzuziehen. Gleichzeitig freundet sich Bastian aber mit einer Migrantenfamilie an – und muss sich in einer dramatischen Situation zwischen den Freundeskreisen entscheiden. Da bleibt die Frage: Welche Wahl wird Bastian treffen?

Dreharbeiten finden in Metze, Ermetheis und in Besse statt

Drehorte: Die Proben und Dreharbeiten finden in den Osterferien statt. Drehorte sind unter anderem das Hallenbad Niedenstein, die „Kleidertüte“ in Ermetheis und der Mehrgenerationenspielplatz in Besse.

Mitwirkende: Die Handlung wurde zusammen mit den Jugendlichen entwickelt. Sie alle haben laut Götze vorher bei mindestens einem der Filmprojekte des Bulliwood-Filmmobils mitgemacht. Das Drehbuch entstand größtenteils bei Online-Treffen, da die Jugendlichen verstreut in ganz Nordhessen wohnen. Caro Häupl (16) und Sam Gotha (16) spielen Eva und Maximilian. In einer kurzen Drehpause erzählen sie von ihren Rollen – die sich sehr von ihrem „normalen Ich“ unterscheiden. Maximilian, der Anführer, sei respektlos gegenüber Älteren, berichtet Gotha. Aber: „Er kriegt das, was er will.“

Drehstart ist im Sommer geplant – mit einer großen Feier

Eva sei sehr radikal drauf, doch sie ordne sich Maximilian unter, obwohl ihr das nicht passe: „Maximilian ist der Boss. Damit kann Eva aber sehr schlecht leben“, so Häupl. Beide finden es faszinierend, wie sehr sie in die Rollen wachsen konnten. „Es war schon etwas komisch für mich, dass ich ein Arschloch spielen muss“, sagt Gotha. Filmregisseur ist Tony Glaser aus Bochum. „Er ist ein enger Freund von mir und hat viel Erfahrung“, sagt Götze. Die Darsteller wärmen sich jeden Tag mit einem Tanz auf. „Das ist unser Ritual“, sagt Götze. Sie tanzen zu „My Girl“ von The Temptations.

Start: Die Miniserie soll voraussichtlich im Juli mit einem großen Fest in Metze zum ersten Mal gezeigt werden. (Cora Zinn)

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