Nahverkehrsprojekt stieß auf geringe Resonanz

Mobilfalt in Niedenstein vor dem Aus

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So sah der Start für das Projekt Mobilfalt in Niedenstein aus: Unser Foto zeigt 2013 einen NVV-Infostand mit von links Daniel Ulm, Katja Kluge und Dennis Rößler.

Niedenstein. Obwohl das Nahverkehrsprojekt Mobilfalt gerade erst ausgezeichnet worden ist, soll es in Niedenstein nun auslaufen.

Das Nahverkehrsprojekt Mobilfalt, an dem auch Niedenstein teilnimmt, ist in dieser Woche von der bundesweiten Initiative „Deutschland - Land der Ideen" und dem Bundesverkehrsministerium als besonders innovativ ausgezeichnet worden. Allerdings: In der Stadt stieß das Angebot bisher auf geringe Resonanz. Es soll auslaufen, stattdessen werden mehr Busse fahren.

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember biete der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) an Werktagen stündlich Busverbindungen (Linie 54) nach Baunatal sowie nach Gudensberg an, berichtete Niedensteins Bürgermeister Frank Grunewald. An Wochenenden werde der Bus im Zwei-Stunden-Takt verkehren.

„Das ist richtig super und löst Jubel bei uns aus“, sagte der Verwaltungschef. Damit sei Mobilfalt für Niedenstein Geschichte. Mit 6000 Euro beteiligt sich die Stadt an dem neuen Bus-Angebot.

Beim Modellprojekt Mobilfalt werden private Fahrten in das Tarif- und Fahrplansystem des NVV integriert. An dem Test, der vom Land mit einer Million Euro gefördert wird (die Entwicklungskosten betrugen 360.000 Euro), nehmen neben Niedenstein auch mehrere Kommunen aus dem Werra-Meißner-Kreis teil. In Witzenhausen werde das Angebot so gut angenommen, dass es auf Großalmerode ausgeweitet werde, erklärte NVV-Pressesprecher Armin Noll. Seit dem Start von Mobilfalt in 2013 habe es insgesamt 19.000 Fahrten mit über über 21.000 Fahrgästen gegeben.

Mobilfalt sei für Niedenstein nicht die richtige Antwort für eine bessere ÖPNV-Ausstattung gewesen, meint Frank Grunewald. Es seien nur wenige Fahrten zustande gekommen. Fahrgastzahlen nur für die Stadt konnte der NVV nicht vorlegen. Weil die Ausweitung des Busangebotes für Niedenstein geplant gewesen sei, habe man in den vergangenen eineinhalb Jahren dort kaum noch Marketingaktivitäten ergriffen, so Noll.

Das Mitfahrangebot Mobilfalt ging 2013 an den Start. Weil es in Witzenhausen, Sontra, Nentershausen, Herleshausen gut angenommen worden sei, solle die Testphase um ein weiteres Jahr auf 2017 verlängert werden, berichtete NVV-Pressesprecher Armin Noll. Und so funktioniert es:

Im Internet findet man unter www.mobilfalt.de alle Mobilfalt-Strecken mit den vorgesehenen Zeiten. Die Zugangsmöglichkeiten sind einfach: Die Fahrgäste benötigen kein Handy, ein Festnetzanschluss genügt. Die Anbieter von privaten Autofahrten benötigen ein Mobiltelefon oder eine E-Mail-Adresse, um ihre Fahrtaufträge bestätigen zu können.

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