Stützpunkt sorgt aber auch für neue Mitglieder

Neuer Niedensteiner Feuerwehrstützpunkt: Unbekannte verteilen Glasscherben auf Parkplatz

Platz für sechs Einsatzfahrzeuge: Die Feuerwehr Niedenstein+Wichdorf ist ins neue Feuerwehrhaus an der Goethestraße eingezogen.
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Platz für sechs Einsatzfahrzeuge: Die Feuerwehr Niedenstein+Wichdorf ist ins neue Feuerwehrhaus an der Goethestraße eingezogen.

Kaum ist das neue Haus bezogen, müssen die Einsatzkräfte schon ihre Spinde enger zusammenrücken: Der Feuerwehr „Niedenstein+Wichdorf“ schließen sich immer mehr neue Mitglieder an. Doch die Freude ist getrübt.

Niedenstein - Vier sind seit der Inbetriebnahme des neuen Stützpunktes hinzugekommen, berichtet Stadtbrandinspektor (SBI) Jan Hohmann. Das Gebäude an der Goethestraße ist seit einer Woche in Betrieb. Knapp drei Millionen Euro hat der Bau gekostet, mehr als 3000 Stunden Eigenleistung haben die Feuerwehrleute in den Neubau gesteckt.

Doch die Freude wird getrübt: Unbekannte verteilten zuletzt wiederholt Glasscherben auf den Zufahrtswegen zum Feuerwehrstützpunkt. Nachdem im September wiederholt auf der Baustelle eingebrochen wurde (HNA berichtete), haben Unbekannte nun bereits vier Mal Glasscherben vor Hallentoren und auf dem Parkplatz des Feuerwehrhauses verteilt. Zu Schaden sei bisher niemand gekommen, sagt Bürgermeister Frank Grunewald. Ein Spaß ist das trotzdem nicht: „Das ist lebensgefährlich“, sagt auch der Stadtbrandinspektor. Ein Einsatzfahrzeug könne durch einen schleichenden Plattfuß auf der Fahrt zu einem Einsatz verunglücken, wobei Menschenleben gefährdet würden. Dazu könne es im Einsatzfall zu unnötigen Verzögerungen und somit zu verspäteter Hilfeleistung kommen.

Dennoch bestätige der Mitgliederzuwachs die Arbeit: „Leute, die raus waren, kommen jetzt wieder zurück“, sagte Feuerwehrmann und Mandatsträger Marco Kollmann (SPD) in der Stadtverordnetenversammlung.

Das bestätigt auch der SBI: Zwei Feuerwehrleute haben im angrenzenden Neubaugebiet ihr Zuhause gefunden und sind zur Wehr dazugestoßen. Zwei Kameraden hatten sich während der Bauarbeiten wieder engagiert und seien nun in den aktiven Dienst eingetreten. 72 Männer und Frauen seien derzeit in der Einsatzabteilung. Die Jugend sei mit 35 Mitgliedern ebenfalls gut aufgestellt. Hinzu kommen 30 Aktive in der Kinderfeuerwehr. Insgesamt sind im Feuerwehrverein 400 Menschen gemeldet. (Chantal Müller und Peter Zerhau)

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