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Neuer Treffpunkt für Bürger: Alte Gefrieranlage in Niedenstein wird saniert

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Vor der Gefrieranlage: von links Martina Junghans, Denise Hofmann (beide Stadt Niedenstein), Ulrich Manthei (Vorsitzender des Vorstandsbeirats der Sportkreise), Bürgermeister Frank Grunewald, Prof. Dr. Heinz Zielinski (Miteinander in Hessen), Dr. Bernd Rode (Stadt Niedenstein) und Katrin Hitziggrad (Projektteam).
Vor der Gefrieranlage: von links Martina Junghans, Denise Hofmann (beide Stadt Niedenstein), Ulrich Manthei (Vorsitzender des Vorstandsbeirats der Sportkreise), Bürgermeister Frank Grunewald, Prof. Dr. Heinz Zielinski (Miteinander in Hessen), Dr. Bernd Rode (Stadt Niedenstein) und Katrin Hitziggrad (Projektteam). © Michael Brückmann

Die alte Gefrieranlage in Niedenstein soll saniert werden. Künftig könnten dort regionale Erzeuger ihre Produkte anbieten und besondere Veranstaltungen stattfinden.

Niedenstein – 60 Jahre sind eine lange Zeit – und die hinterlässt nun mal ihre Spuren. Diese Erkenntnis gilt nicht nur für Menschen, sondern lässt sich auch auf Gebäude übertragen, wie sich am Beispiel der alten Gefrieranlage von Niedenstein erkennen lässt. Keine Frage, das direkt neben der Evangelischen Kirche gelegene und im Jahr 1962 erbaute Gebäude ist gegenwärtig alles andere als ein echter Hingucker und dient mittlerweile nur noch als Lagerstätte.

Aber das soll sich nun ändern und die Zauberformel dafür lautet „Alter Treffpunkt – Neuer Anstrich. Starthilfe für kreative Köpfe“. Es handelt sich hierbei um ein Gemeinschaftsprojekt der hessischen Staatskanzlei und der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“.

Alte Gefrieranlage in Niedenstein: Beliebte Begegnungsstätten soll wiederbelebt werden

Damit sollen besondere Vorhaben unterstützt werden, deren Ziel es ist, ehemals beliebte Begegnungsstätten in den Ortschaften des ländlichen Bereichs wiederzubeleben und damit zu attraktiven Treffpunkten für die Bevölkerung zu gestalten. Das Projekt stieß auch bei den Verantwortlichen der Stadt Niedenstein auf großes Interesse und führte letztendlich zur offiziellen Bewerbung, wie Bürgermeister Frank Grunewald erläuterte:

„In Niedenstein war die alte Gefrieranlage solch ein Ort, der praktisch in doppelter Funktion genutzt wurde. Denn egal, ob Lebensmittel eingelagert oder abgeholt wurden oder man einfach nur so vorbeikam, irgendeinen Menschen hat man hier immer getroffen.“ Der Einzug der Gefriertruhen in die Privathaushalte bedeutete dann schließlich das Aus für die Gemeinschaftsanlage und natürlich auch für deren Bedeutung als kommunikativer Treffpunkt. Das sei schade, denn aufgrund seiner zentralen Lage biete sich das Gebäude für eine neue Nutzung zugunsten der Allgemeinheit geradezu an.

Alte Gefrieranlage in Niedenstein: Sanierung über Modellvorhaben

Im Oktober hat sich Niedenstein mit der Idee zur Revitalisierung der ehemaligen Gemeinschaftsgefrieranlage auf das Modellvorhaben beworben. So könnte die ehemalige Anlage einerseits regionalen Erzeugern die Chance bieten, um ihre Produkte vor Ort anzubieten, andererseits aber auch als Plattform für besondere Events dienen, wie etwa für Workshops und Kochabende.

Insgesamt hatten sich hessenweit 42 Projektvorhaben auf den Förderaufruf gemeldet. Letztlich wurden vier ausgewählt. Das Niedensteiner Vorhaben ist dabei eines von zwei kommunalen Projekten. Anders als bei traditionellen Förderprogrammen erhalten die Förderteilnehmer allerdings keine Fördergelder, sondern Beratung und Coaching. Durch das Coaching sollen der Zugang zu Informationen, Kontakten und Netzwerken erleichtert sowie die Entwicklung von Ideen und die Beteiligung der Bürger bereits zu Beginn des Projekts unterstützt werden.

Auf das Ergebnis gespannt ist auch Professor Dr. Heinz Zielinski, Geschäftsführender Vorstand der Landesstiftung Miteinander in Hessen (MiH): „Von dem, was hier in Niedenstein umgesetzt werden wird, können auch andere Orte in Hessen profitieren und in ähnlicher Weise aktiv werden. Denn wenn die Bevölkerung im ländlichen Raum gehalten werden soll, braucht es attraktive Angebote und keine Zunahme an Leerständen.“ Bürgermeister Grunewald freut sich, dass die Gefrieranlage wiederbelebt werden soll: „Viele Niedensteiner verbinden mit dem Gebäude Erinnerungen an ihre Kindheit.“

Alte Gefrieranlage in Niedenstein: Ideenwoche für Bürger

Eine Ideenwoche für interessierte Bürger findet vom 28. März bis 1. April statt. Die Beteiligung kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Persönlich vorbeischauen: In der Ideenwoche ist die Gefrieranlage täglich von 15 bis 17 Uhr für alle Interessierten geöffnet.

Dann gibt es den Ideen-Briefkasten: Vorschläge können auch auf einen Zettel geschrieben und in den Kasten an der Gefrieranlage geworfen werden. Oder eine E-Mail schreiben an gemeinwesen@niedenstein.de. (Michael Brückmann)

Ansprechpartner: Martina Junghans, Tel. 0 56 24 99 93 29, Mail: martina.junghans@niedenstein.de oder Denise Hofmann, Tel. 0 56 24 99 93 30, Mail: denise.hofmann@niedenstein.de

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